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Malans verspielt den Superfinal innert weniger Minuten

Alligator Malans hätte die Chance gehabt, eine grandiose Aufholjagd gegen GC mit dem Superfinal-Einzug zu krönen. Sie haben sie verpasst. Und das mit einer unerklärlichen Schwächephase um die 40. Spielminute herum. 3:9 aus Bündner Sicht hiess es am Ende.

Oliver
Fischer
Montag, 22. April 2019, 19:07 Uhr Unihockey
Unihockey: 4. Playoff Halbfinalspiel: UHC Alligator Malans - GC vom 06.04.2019 in der Halle Lust, Maienfeld
ERWIN KELLER/ARCHIV

Aus, Vorbei. Alligator Malans schafft es nicht, sich für seine grandiose Aufholjagd in der Halbfinalserie gegen GC zu belohnen. 3:9 verlieren die Malanser das alles entscheidende siebte Spiel in der Zürcher Saalsporthalle gegen den Qualifikationssieger. Eine Schwächephase kurz vor und nach der zweiten Drittelspause kostete die Alligatoren Spiel und Serie.

Es war gar nichts für neutrale Fans und Unihockey-Ästheten was GC Unihockey und Alligator Malans da in Spiel sieben der Halbfinal-Serie boten. Offensichtlich ging es um alles. GC wollte Malans auf keinen Fall sofort ins Spiel kommen lassen und Malans hatte nicht mehr diese Rücken-zur-Wand-Mentalität wie zuletzt. Dass nach 20 Minuten GC 1:0 führte, war weder logisch noch zwingend, hätte es genauso gut 0:0, 1:1 oder 1:0 für Malans stehen können.

Gleiches Spiel dann im zweiten Abschnitt. Viel Kampf und Krampf und wenig spielerische Highlights. Eine eher kleinlich gepfiffene Strafe gegen Malans, hätte zum Genickbruch für die Malanser werden können, aber es war Topskorer Dan Hartmann, der GC entwischte und mit einem Shorthander zum 1:1 ausgleichen konnte. Der Genickbruch kam dann aber trotzdem noch im 2. Drittel: zuerst profitierte GC von einem Ballverlust im Mitteldrittel, kurz darauf brach Kevin Berry im dümmsten Moment der Stock und dann kassierten die Bündner eine doppelte 2-Minuten-Strafe, bei der GC innert kürzester Zeit auf 4:1 stellen konnte.

Die Reaktion von Malans kam zu spät

Die zweite der beiden Strafen überstanden die Malanser dann zwar unbeschadet, aber kaum war diese Anfang letztes Drittel abgelaufen, kassierten sie den nächsten Doppelschlag zum 1:6. Wer nun aber glaubte, der Mist sei geführt, sah sich sofort eines anderen belehrt. Mit der Ziellinie vor Augen, liess GC etwas nach und in dieser verzweifelten Lage fand Malans in den «Alles-oder-Nichts-Vollgas-Modus» zurück. Das Tor des Spiels war brachte sogleich wieder Spannung zurück. Der tschechische Verteidiger Lukas Veltsmid erzielte es nach einer schnellen Ballstaffete übers ganze Feld zum 2:6. Und als Daniel Karlander kurz darauf auf 3:6 verkürzte war es wieder ein offener Schlagabtausch.

Am Ende war die Hypothek der fünf Minuten rund um die zweite Pause aber doch zu gross und mit dem 7:3 für GC ins leere Tor, war das Schicksal der Malanser dann doch endgültig besiegelt. Das 8:3 und das 9:3 waren dann nur noch Resultatkosmetik.

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