×

Flames haben zum dritten Mal das Nachsehen

Jona-Uznach, Leader der Gruppe 2 der Unihockey-1.-Liga, muss sich beim Tabellenvorletzten Frauenfeld mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Es ist im 20. Spiel die erst dritte Niederlage.

Linth-Zeitung
Dienstag, 22. Januar 2019, 04:30 Uhr Unihockey
Zu wenig effizient: Trotz vieler Chancen trafen in Frauenfeld mit Teemu Pulliainen (Bild) und Patrik Köpfli nur zwei Flames-Spieler ins Schwarze.
Archivbild Pascal Spalinger

Die Ausgangslage war spannend: Mit einem Sieg nach 60 Minuten hätte sich Jona-Uznach vorzeitig den Gruppensieg sichern können, und Gastgeber Frauenfeld ist immer noch in den Kampf um das letzte Play-off-Ticket involviert. Dennoch dauerte es einige Minuten, bis die Partie Fahrt aufnahm. Nachdem die Gäste während eines ersten Powerplays nicht hatten überzeugen können, boten sich ihnen durch Jeremias und Swoboda gute Gelegenheiten zur Führung. Das erste Tor fiel dann aber auf der Gegenseite: Köpfli verlor als hinterster Mann den Ball an Casagrande, und dieser verwerte ohne Mühe (17.).

Das zweite Drittel verlief nach ähnlichem Muster wie das erste: ausgeglichener Start, Druckphase der Gäste, Tor für die Heimmannschaft. Als Schütze durfte sich Fuchs feiern lassen. Er traf aus spitzem Winkel (35.). Auf der Gegenseite sahen die Flames ihre Abschlüsse immer entweder durch Frauenfelds starken Goalie Martin abgewehrt oder am Ziel vorbeifliegen. Dass mit Joel Jud im Mittelabschnitt ein prädestinierter Torschütze verletzt ausfiel, verbesserte die Situation der Gäste nicht wirklich.

Starke Aufholjagd

Um dem Team neue Impulse zu geben, nahm Flames-Coach Gahlert für das letzte Drittel einen Torhüterwechsel vor (Tschopp löste Helbling ab). Die Massnahme zeigte insofern Wirkung, als sich das Spielgeschehen noch stärker in die Platzhälfte der Gastgeber verlagerte, wodurch sich die Fouls häuften. Dies führte zu zwei Ausschlüssen gegen die Frauenfelder innert knapp 30 Sekunden. In doppelter Überzahl konnten die Flames noch nicht reüssieren, dafür drei Sekunden nach Ablauf der ersten Strafe. Von Rautio freigespielt, verkürzte Pulliainen auf 1:2.

Im Anschluss griff Jona-Uznach noch vehementer an. Der Lohn kam in der 53. Minute: Verteidiger Köpfli schlich sich im Stile eines Knipsers in den Slot und verwertete das Zuspiel von Mattsson. Kurz danach entwischte Swoboda allen und konnte von Konrad nur noch unfair gestoppt werden. Künzli lief zum Penalty an, scheiterte jedoch an Martin. So ging die Partie in die Verlängerung. Dort war genau eine Minute gespielt, als der Ball über Umwege bei Schmuki landete, der den Match mit einem sehenswerten Einschuss entschied.

Noch fünf Zähler voraus

«Wir hätten viel mehr Tore erzielen müssen», ärgerte sich Flames-Trainer nach der dritten Niederlage in der laufenden Meisterschaft – um schon wenig später zu relativieren: «Eine Niederlage zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Weltuntergang. Vielleicht tut sie sogar ganz gut.» Dies in dem Sinn, dass die Niederlage als Weckruf im Hinblick auf die bald beginnenden Play-offs wirken könnte.

«Eine Niederlage zum jetzigen Zeitpunkt ist kein Weltuntergang. Vielleicht tut sie sogar ganz gut.»
Andreas Gahlert, Trainer der Jona-Uznach Flames

Nun haben die Flames, welche die Tabelle noch mit fünf Zählern Vorsprung anführen, zwei spielfreie Wochenenden. Dann wird mit einer Doppelrunde die Qualifikationsphase abgeschlossen.

Frauenfeld – Jona-Uznach Flames 3:2 n.V. (1:0, 1:0, 0:2, 1:0)
Kanti. 43 Zuschauer. SR: Brander/Meyer.

Tore: 17. Casagrande 1:0. 35. Fuchs (Kressebuch) 2:0. 48. Pulliainen (Rautio/Ausschluss Ullmann) 2:1. 53. Köpfli (Mattsson) 2:2. 61. Schmuki 3:2.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Red Lions Frauenfeld, 1mal 2 Minuten gegen die Jona-Uznach Flames.
Jona-Uznach Flames: Helbling (41. Tschopp); Schläppi, Pulliainen; Köpfli, Künzli; Gmür, Guyer; Jeremias, Bernet, B. Jud; Mattsson, Swoboda, J. Jud; Jenny, Muggli, Stadler; Dürr, Kruse, Broger, Rautio.
Bemerkungen: Jona-Uznach Flames ohne Wyss, Broder, Schläpfer und Grossholz. 54. Frauenfelds Keeper Martin hält Penalty von Künzli.

Kommentar schreiben

Kommentar senden