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Flames einmal minimalistisch und einmal mit guten Nerven

Die Unihockeyaner der Jona-Uznach Flames holen in der Doppelrunde der 1. Liga, Gruppe 2, ohne wirklich zu überzeugen fünf von sechs möglichen Punkten. Sie bauen damit ihre Tabellenführung aus.

Linth-Zeitung
Dienstag, 18. Dezember 2018, 04:30 Uhr Unihockey
Mühe mit dem Schlusslicht: Silvan Frey von United Toggenburg Bazenheid beschäftigt Keni Rautio (links) und Maurice Bernet von den Flames.
PASCAL SPALINGER

Es war kein Unihockey-Leckerbissen, den die Flames und United Toggenburg Bazenheid den Zuschauern am Samstag in der Sporthalle Grünfeld boten. Obwohl der Tabellenführer und das punktelose Schlusslicht mit 34 Zählern Differenz in die Partie gingen, stand der Kampf im Vordergrund. Und je länger das Spiel dauerte, desto zerfahrener wurden die Aktionen.

Trotzdem liefen die Hausherren nie Gefahr, die budgetierten Punkte aus der Hand zu geben. Ein Zwischenspurt im zweiten Drittel, als die Flames mit einem Doppelschlag innert 29 Sekunden (Tore von Joël Jud und Jan Broder) auf 4:1 davonzogen, sorgte bereits für die Vorentscheidung. Danach war der Leader fähig, Aufholtreffer der Gäste jeweils schnell zu kontern.

Zwar lief der Ball bei den Gastgebern gut in den eigenen Reihen, doch hatten die Spieler ihre Visiere zeitweise schlecht eingestellt. Zudem wirkten einige Aktionen zu verspielt. Letztlich war der Gegner jedoch zu limitiert, um die Jona-Uznach Flames ernsthaft bedrängen zu können. Das 6:4-Schlussresultat entsprach dem Gezeigten.

Immer wieder zurückgekämpft

Am Sonntag wartete auf das Team von Trainer Andreas Gahlert beim Tabellenvierten Unihockey Luzern eine ungleich schwerere Aufgabe. Nach der wenig berauschenden Leistung tags zuvor war Gahlerts Vorgabe klar: «Wir müssen von der ersten Sekunde an wie ein Leader auftreten!»

Nach guten Chancen in der Startphase für die Gäste, waren es aber die Luzerner, die in der 12. Minute in Überzahl in Führung gingen. Die Antwort erfolgte nur 30 Sekunden später mit dem Ausgleich durch Maurice Bernet. In der Folge entwickelte sich das Spiel für die Flames überhaupt nicht in die gewünschte Richtung: In der 29. Minute kassierten sie bereits das 1:4, nach 35 Minuten lagen sie 2:5 zurück.

Die von Broder (37.) eingeleitete Aufholjagd nahm im Schlussdrittel ihre Fortsetzung. Und einer trumpfte dabei gross auf: Ilija Swoboda sorgte mit einem Hattrick dafür, dass das Spiel in die Verlängerung ging. Der 25-jährige Stürmer erzielte die Tore zum 4:5 (44.), 5:6 (56.) und 95 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit in doppelter Überzahl zum 6:6.

Sieger im Penalty-Krimi

In der Verlängerung überstanden die Flames eine Topchance von Flurin Blum und eine Strafe gegen Swoboda, und so kam es zum Penaltyschiessen. Dieses war an Spannung kaum zu überbieten. Für Luzern traf mit Joshua Jeffrey gleich der erste Schütze, die nächsten vier scheiterten allerdings an Goalie Nicola Wyss. Patrik Köpfli musste als fünfter Schütze der Flames treffen und tat dies. Nach zwei weiteren Toren auf beiden Seiten verwertete Teemu Pulliainen als insgesamt 20. Schütze seinen Penalty und schoss die Flames zum Sieg. «Das war eine grosse Teamleistung», meinte der verletzte Flames-Stürmer Benjamin Jud.

Die Flames bauten damit ihre Siegesserie auf vier Spiele aus und vergrösserten ihren Vorsprung an der Tabellenspitze, weil Zürisee Unihockey am Samstag gegen Limmattal verlor. Zum letzten Spiel des Jahres empfangen die Jona-Uznach Flames am Sonntag Bassersdorf-Nürensdorf im Joner Grünfeld.

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