×

Die Schweiz nimmt einen neuen Anlauf

Die Schweizer Nationalmannschaft nimmt ab Samstag in Prag einen neuen Anlauf Richtung WM-Final. Nationalcoach David Jansson ist überzeugt, dass sein Team weiter ist als beim 3. Rang vor zwei Jahren in Lettland.

Südostschweiz
Freitag, 30. November 2018, 14:00 Uhr Unihockey
Christoph Camenisch von Alligator Malans vertritt die Schweiz an der WM in Prag.
SWISSU UNIHOCKEY

«Im Vergleich zur letzten WM verfügen wir über mehr Qualität im Kader», sagt Jansson. Tatsächlich hält der smarte Schwede in Schweizer Diensten einige Trümpfe mehr in den Händen als bei seiner ersten Weltmeisterschaft vor zwei Jahren.

Mit Ex-Alligator Tim Braillard (Mullsjö), Manuel Engel und Manuel Maurer (beide Växjö) kann er unter anderen auf drei Ausnahmekönner zählen, die in der schwedischen Topliga bei ihren Klubs zu den verlässlichsten Skorern gehören.

Mit sechs Bündnern im Kader

Der Weg in den Final in der tschechischen Hauptstadt führt ab Samstag in der Gruppenphase der Reihe nach über die klaren Aussenseiter Lettland und Deutschland sowie Gastgeber Tschechien, die Nummer 4 im Ranking, die sich zuletzt auf Augenhöhe mit den Schweizern bewegte. Leistet sich die Schweiz keinen Ausrutscher, zieht sie als Erster oder Zweiter in die Viertelfinals ein. Andernfalls kann sie immer noch über verkappte Achtelfinals (siehe Modus unten) nachrücken.

Im allfälligen Halbfinal hiesse die Hürde dann Finnland oder Schweden. Spätestens dann müssen die Schweizer ihr Topniveau erreicht haben, soll es klappen mit dem ersten Finaleinzug seit 20 Jahren. «Mit einer Maximalleistung sind wir sehr gefährlich, dann können wir alle schlagen», sagt Jansson, der in seinem WM-Team neben Braillard auf fünf weitere Bündner zählt.

Zu ihren WM-Debüts kommen Dan Hartmann (Alligator Malans) und Paolo Riedi (Chur Unihockey). Zu den bewährten Kräften im Nationalteam gehören der ehemalige Malanser Claudio Laely (GC), Kevin Berry und Christoph Camenisch (beide Alligator Malans).
 

WM in Prag: Modus, Spielplan und Kader

Modus. Sieger und Zweite der Gruppen A und B für die Viertelfinals qualifiziert. Dritte und Vierte der Gruppen A und B spielen gegen die Sieger und Zweiten der Gruppen C und D um den Einzug in die Viertelfinals (= vier Achtelfinals).

Spielplan. Gruppe A. Samstag, 1. Dezember: Schweiz - Lettland (12.00 Uhr), Deutschland - Tschechien (18.15 Uhr). - Sonntag, 2. Dezember: Schweiz - Deutschland (14.00 Uhr), Lettland - Tschechien (17.00 Uhr). - Montag, 3. Dezember: Lettland - Deutschland (12.45 Uhr). - Dienstag, 4. Dezember: Tschechien - Schweiz (19.30 Uhr).

Final- und Klassierungsspiele. Mittwoch, 5. Dezember: Achtelfinals und Klassierungsspiele. - Donnerstag, 5. Dezember: Viertelfinals (A1 - B4/C1 und A2 - 3B/2C, 16.30 und 19.30 Uhr)* und Klassierungsspiele. - Freitag, 6. Dezember: Viertelfinals B2 - A3/D2 und B1 - A4/D1, 15.10 und 18.00 Uhr) und Klassierungsspiele. - Samstag, 7. Dezember: Halbfinals (16.00 und 19.00 Uhr) und Klassierungsspiele. - Sonntag, 9. Dezember: Final (16.00 Uhr), um Platz 3 (13.00 Uhr) Platz 5 und Platz 7 (beide 10.00 Uhr).

*erreicht die Schweiz den Viertelfinal, spielt sie diesen in jedem Fall am Donnerstag, 16.30 Uhr.

Schweizer Aufgebot (20). Tor (2): Patrick Eder (Köniz), Pascal Meier (Grasshoppers). - Feld (18): Kevin Berry, Christoph Camenisch, Dan Hartmann (alle Malans), Nicola Bischofberger, Jan Bürki, Matthias Hofbauer (alle Wiler-Ersigen), Nils Conrad (Rychenberg Winterthur), Manuel Engel, Manuel Maurer (beide Växjö Vipers/SWE), Luca Graf, Tobias Heller, Claudio Laely, Joël Rüegger, Christoph Meier (alle Grasshoppers), Jan Zaugg (Köniz), Patrick Mendellin (Basel Regio), Paolo Riedi (Chur), Tim Braillard (Mullsjö/SWE).

(sda/so)

Kommentar schreiben

Kommentar senden