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Chur vs. Malans - das Duell um den Thron

Am Sonn­tag kommt es zum er­sten Uni­ho­ckey-Der­by von Chur Uni­ho­ckey und Al­li­ga­tor Mal­ans der Sai­son 2017/18. Für die Spie­ler ist es kein Spiel wie je­des an­de­re.

Patrick
Kuoni
Freitag, 13. Oktober 2017, 13:35 Uhr Unihockey
Florian Tromm (Alligator Malans) und Remo Blumenthal (Chur Unihockey, rechts) sind bereit für das Bündner Derby am Sonntag.
YANIK BÜRKLI

Chur Unihockey und Alligator Malans sind zumindest von der Punkteausbeute her mässig in die Saison gestartet. Doch unabhängig davon, in welcher Verfassung die beiden Teams sind, eines ist sicher: Steht ein Bündner Derby auf dem Programm, so sind Leidenschaft, Kampf, viele Emotionen, volle Turnhallen und ein enges Spiel zu erwarten.

3 Jahre sind vergangen, seit Chur Unihockey gegen Alligator Malans zu Hause ein Meisterschaftsspiel verloren hat.

Sowohl Florian Tromm (Malans) als auch Remo Blumenthal (Chur) sehen für das Spiel trotzdem keinen klaren Favoriten. «In einem Derby kann immer alles passieren», erklärt Tromm. Dies zeigt auch ein Blick in die Play-offs der letzten Saison: Erst im siebten Spiel konnte sich Alligator gegen Chur durchsetzen. Auffällig in dieser Serie war jedoch, dass alle Partien vom Heimteam gewonnen werden konnten. Blumenthal betont denn auch, dass das Heimspiel ein Pluspunkt für die Churer ist. Seit er im NLA-Team dabei ist, hat Chur nämlich in der Meisterschaft zu Hause noch nie gegen Alligator Malans verloren. Die letzte Heimniederlage datiert vom 20. September 2014. Und seit dem 20. Dezember 2014 hat Chur nie mehr ein Qualifikationsspiel gegen die Malanser verloren. Dies sei auf jeden Fall in den Köpfen der Churer drin, meint Blumenthal. Auch Tromm ist bewusst, dass es seit dem letzten Qualifikationssieg schon eine Weile her sein muss. Aber er betont auch, dass dies keinen negativen Einfluss habe, da man einige wichtige Spiele wie beispielsweise das bereits angesprochene siebte Spiel oder den Cup-Halbfinal 2015 gewonnen habe.

Abwesende auf beiden Seiten

Für das Spiel vom Sonntag muss sowohl Alligator als auch Chur auf mehrere Akteure verzichten. Bei Alligator hat die Verletzungshexe am letzten Samstag gegen GC gleich mehrmals zugeschlagen. Sowohl Nico Obrecht als auch Kevin Berry mussten die Partie frühzeitig beenden. Während Obrecht länger ausfällt, hofft Tromm bereits am kommenden Wochenende auf eine Rückkehr seines langjährigen Verteidigungspartners Berry.

Geht es nach Blumenthal, könnte aber vor allem eine mögliche Absenz eines anderen Alligatoren eine Rolle spielen. So hält er den von Rückenschmerzen geplagten Stürmer Tim Braillard für das Herz des Malanser Teams und eine wichtige Teamstütze. Er schiebt aber sogleich noch nach, dass die Alligatoren auch ohne Braillard ein sehr gefährlicher Gegner seien.

Einige Abwesende sind auch auf Churer Seite zu vermelden. So fehlen unter anderem Renato Schneider, Andreas Bürer, Markus Studer und Fabian Beeler für die Partie vom Sonntag. Diese Ausfälle könne man aber durch den breiten Kader gut kompensieren, sagt Blumenthal.

Typische Probleme

Vor dem Derby müssen beide Bündner Teams noch auswärts ran. Chur trifft heute auswärts auf Uster, Alligator morgen auf Rychenberg Winterthur. Blumenthal hofft gegen den Tabellenvorletzten vor allem darauf, sich ein gutes Gefühl für den Match vom Sonntag zu holen. «Drei Punkte sind Pflicht.» Im Hinblick auf den Sonntag gelte es gemäss Blumenthal noch, die Abstimmung etwas zu verbessern. Diese habe beispielsweise beim Pressing nicht immer gestimmt. Ausserdem habe man im letzten Spiel gegen Thun den Gegenspielern in der Defensive zu viel Platz gewährt.

Ein enges Spiel erwartet Tromm gegen Winterthur. Auch er will unbedingt den Schwung aus dem Samstagsspiel ins Derby mitnehmen. Verbesserungspotenzial sieht er bei den Details. «Wir müssen die einfachen Dinge wieder richtig machen und mehr miteinander reden.» Gegen GC und Wiler habe sich gezeigt, dass man, wenn das beste Unihockey abgerufen werden kann, auch dieses Jahr mit jedem Team mithalten könne. «Wir müssen aber unbedingt unser Spiel über 60 und nicht bloss über 20 oder 30 Minuten durchziehen», so Tromm. Ob dies Malans gelingt oder ob die Churer die Alligatoren ein weiteres Mal zu Hause schlagen können, zeigt sich am Sonntag ab 15 Uhr.

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