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Eine prägende Figur verlässt Piranha

Stürmerin Manuela Dominioni hat vor zwei Wochen ihren letzten Match gespielt. Im «RSO im Gspröch» schaut sie auf diesen letzten Macht, die Höhen und Tiefen ihrer Karriere und natürlich auf ihre Zukunft.

Nadia
Kohler
Sonntag, 07. Mai 2017, 10:00 Uhr Unihockey

Sechs Schweizer-Meister-Titel, ein Cupsieg und ein U19-WM-Titel darf Manuela Dominioni ihr Eigen nennen. Zehn Saisons lang hat die 26-jährige Trimmiserin für Piranha Chur gespielt und als Stürmerin viele Tore geschossen. Sie war eine Schlüsselfigur - eine Schlüsselfigur die jetzt den Unihockey-Stock hat den Nagel gehängt hat.

Das letzte Spiel - den Superfinal gegen Dietlikon - haben die Churerinnen vor zwei Wochen verloren und damit den Schweizer-Meister-Titel verpasst. Das anschliessende Interview mit TV Südostschweiz rührte den einen oder anderen Zuschauer bestimmt auch zu Tränen.

Manuela Dominioni nach dem verlorenen Superfinale.
«RSO im Gspröch» mit Manuela Dominioni

Die Gesundheit geht vor

In ihrer Karriere musste Dominioni immer wieder Rückschläge in Form von Knieverletzungen und Rückenproblemen hinnehmen. Im Jahr 2016 zog sie daraus bereits eine erste Konsequenz und gab den Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Nun hat sie endgültig die Reissleine gezogen und ihre Profi-Karriere beendet.

«Ich freue mich auf Dinge, welche ich bisher nicht machen konnte», so Dominioni im Interview Radio Südostschweiz. Nun habe sie auch Zeit für andere Sportarten.

Ob es denn nicht schwierig sei, künftig nicht mehr am Unihockeytraining teilzunehmen, wollten wir wissen. Sie könne es sich auch noch nicht ganz vorstellen, gibt die 26-Jährige zu. Sie werde aber bestimmt die Spiele ihrer bisherigen Kolleginnen verfolgen. Ihre Gesundheit ginge nun jedoch vor.

Mehr als nur Sport

Wenn Dominioni von ihrer Mannschaft spricht, dann tut sie dies mit einem Strahlen in den Augen. Ein solcher Teamspirit gebe es sonst nirgends, betont sie. Eine kleine Familie könne man sagen. Aus diesem Grund wurde nicht nur viel Zeit auf, sondern auch neben dem Spielfeld verbracht.

Ihre Kolleginnen betrauerten ihren Abschied auf Social Media dann auch ausgiebig, wie man sehen konnte. Mit Dominioni geht eben nicht nur eine wichtige Spielerin, sondern auch eine Freundin.

Die Trimmiserin widmet sich nun ihrem Job als Personalberaterin und ihrer Freizeit. Vielleicht steht sie dereinst als Trainerin neben einem Unihockey-Feld. Ausschliessen tue sie es auf jeden Fall nicht, so Dominioni abschliessend.

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