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Beat Feuz hat die Monumente in der Tasche

Beat Feuz hat die Monumente in der Tasche

Beat Feuz schliesst in Kitzbühel die grösste Lücke in seinem Palmarès. Der 33-jährige Abfahrer mit den Instinkten eines Champions gehört jetzt zu den ganz Grossen seiner Zunft.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Ski alpin
Beat Feuz mit seinen zwei neusten Errungenschaften: den goldenen Gämsen von Kitzbühel
Beat Feuz mit seinen zwei neusten Errungenschaften: den goldenen Gämsen von Kitzbühel
KEYSTONE/EPA/CHRISTIAN BRUNA

Wer zu den grössten Abfahrern der Geschichte zählen will, kommt nicht ohne die Siege an den beiden grössten Speed-Klassikern aus. Beat Feuz hat sie nun beide. Am Lauberhorn triumphierte er schon dreimal, nun klappte es nach vier 2. Plätzen auch in der Hahnenkamm-Abfahrt, im schwierigsten, gefährlichsten und prestigeträchtigsten Rennen.

Im Weltcup hält der Weltmeister von 2017 nun bei 15 Siegen und 50 Podestplätzen. Einen wie ihn, der die Belastung aufgrund seines linken Problem-Knies seit Jahren dosieren muss, darf man nicht an der Zahl seiner Weltcupsiege messen. Hier bewegen sich Legenden wie Ingemar Stenmark (86 Siege) und Marcel Hirscher (67 Siege) in anderen Sphären. Feuz ist dann zur Stelle, wenn die wichtigen Rennen anstehen.

Obwohl ihn die Instinkte so zuverlässig schnell den Hang herunterführen wie kaum einen anderen, wollte es auf der Streif zehn Jahre lang nicht aufgehen mit dem Sieg. Mehrmals war er sehr nahe dran. Jetzt ist er der siebte Fahrer, der die Abfahrt in Kitzbühel im gleichen Jahr zweimal gewann. Der zuvor letzte Zweifach-Sieger war Johan Clareys Landsmann Luc Alphand vor 26 Jahren. Zwei andere Schweizer hatten das Double ebenfalls geschafft: Franz Heinzer vor 29 Jahren und Pirmin Zurbriggen vor 36 Jahren.

Einer der bedeutungsvollsten Titel, der ihm noch fehlt, ist Olympia-Gold. Weil die Strecken an Winterspielen selten zu den schwierigeren gehören und die Gelegenheiten zudem rar sind, spielt der Glücksfaktor dort eine grössere Rolle. In Pyeongchang holte Feuz 2018 Silber im Super-G und Bronze in der Abfahrt. Die nächste Gelegenheit bietet sich 2022 im chinesischen Yanqing mit Peking als Olympia-Ausrichter.

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