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Zenhäusern und Simonet mit Traumläufen

Ramon Zenhäusern errang in Kranjska Gora dank einem phänomenalen zweiten Lauf seinen ersten Sieg in einem Weltcup-Slalom. Der Bündner Sandro Simonet fuhr zu seinem drittbesten Salom-Resultat.

Südostschweiz
Sonntag, 10. März 2019, 13:55 Uhr Ski alpin

Der Walliser verwies den zur Halbzeit klar führenden Norweger Henrik Kristoffersen um 1,15 Sekunden auf Platz 2. Satte neun Zehntel hatte Zenhäusern nach dem ersten Durchgang als lediglich Siebenter hinter Kristoffersen gelegen. Doch dann legte der 26-Jährige einen Lauf der Superlative hin und holte sich nach seinen beiden Erfolgen in den Parallel-Slaloms von Stockholm den dritten Weltcupsieg seiner Karriere.

Auf dem Hang in Kranjska Gora hatte Ramon Zenhäusern schon im letzten Winter überzeugt. Damals hatte er es - kurz nach seinem Gewinn von Olympia-Silber - als Dritter erstmals im Weltcup aufs Slalom-Podest gebracht. Im aktuellen Winter hatte er die Top 3 ein paar Mal knapp verpasst. Vierter war er in Levi und in Schladming, Fünfter in Adelboden und an der WM in Are.

Wie er nun aber in Kranjska Gora im zweiten Lauf alles in Grund und Boden fuhr, war selbst für den Zweimetermann aus dem Wallis etwas unwirklich: «Ich weiss selbst nicht, wie am Ende dieser grosse Vorsprung zustande gekommen ist.» Mit seiner Leistung verblüffte er selbst Marcel Hirscher, den Weltmeister und Saison-Dominator im Slalom, der sich mit Rang 3 begnügen musste. «Ich kann nur den Hut ziehen. Es war ein Wahnsinn, was der Zenhäusern da geboten hat, wirklich sehr beeindruckend.»

Simonet von 25 auf 15

Neben Zenhäusern verblassten alle. Daniel Yule, im Dezember Sieger in Madonna, belegte Platz 5. Auf den drittplatzierten Hirscher und damit aufs Podium fehlten dem Unterwalliser 35 Hundertstel. Yule geht aber in der Weltcup-Wertung als Zweiter ins Finale nach Soldeu.

Nicht weniger als 7 der 8 gestarteten Schweizer konnten sich für den zweiten Lauf qualifizieren. Einzig der Walliser Loïc Meillard, der mit einem Innenskifehler ausschied, war im finalen Durchgang nicht mehr dabei. Die übrigen konnten fast alle ein positives Fazit ziehen. Der 23-jährige Bündner Sandro Simonet, der im letzten Winter in Kranjska Gora als Achter sein bestes Weltcup-Resultat realisiert hatte, verbesserte sich vom 25. in den 15. Schlussrang. Für Simonet ist es eines der besten Karriere-Ergebnisse. Sein bisher bestes Resultat gelang ihm mit Rang 8 vor einem Jahr – ebenfalls in Kranjska Gora. Entsprechend zufrieden zeigte sich Simonet im Interview mit SRF. «Ich habe Freude, dass es endlich mal aufging. Der zweite Lauf war perfekt, ich bin zufrieden.»

Reto Schmidiger war als 20. so gut klassiert wie noch in keinem Slalom dieses Winters. Marc Rochat, der in allen bisherigen Slaloms der Saison ausgeschieden war, belegte Platz 26 und Noel von Grünigen errang als 29. seine ersten Weltcuppunkte. Einzig Luca Aerni (28.) durfte mit seinem Abschneiden nicht zufrieden sein. (sda/so)

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