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Hählen auf dem Podest und Flury in den Top-Ten

Joana Hählen erreicht in Crans-Montana erstmals in ihrer Karriere einen Platz auf dem Podium. Die Bernerin wird hinter der Italienerin Sofia Goggia Zweite der Weltcup-Abfahrt. Jasmin Flury wird Neunte in einem Rennen das von Unterbrüchen und Stürzen geprägt war.

Agentur
sda
Samstag, 23. Februar 2019, 11:57 Uhr Ski alpin
Switzerland Alpine Skiing World Cup
Joana Hählen in Crans Montana Rang 2.
KEYSTONE

Joana Hählen zeigte eine mutige Fahrt am Limit. Die 27-jährige, in der Abfahrt zuvor nie besser als Achte, wuchs in ihrem 68. Weltcuprennen über sich hinaus. Gegen Olympiasiegerin Sofia Goggia, die erstmals seit ihrem Knöchelbruch vom letzten Herbst wieder gewann und ihren 6. Weltcupsieg errang, konnte aber auch sie nichts ausrichten. 49 Hundertstel betrug ihr Rückstand.

An den Weltmeisterschaften in Are hatte sich Joana Hählen in der Abfahrt mit dem 16. Platz bescheiden müssen. Im Weltcup gab sie im November 2013 ihr Debüt, doch im Sommer danach riss sie sich das Kreuzband und seither blieb ihr ein grosser Exploit immer versagt. Ihr bestes Ergebnis realisierte sie im Dezember 2017 als Fünfte des Super-G von Val d'Isère.

In Crans-Montana führte Hählen ein Schweizer Team an, welches sich so gut schlug wie noch nie in diesem Winter. Hinter der drittplatzierten Österreicherin Nicole Schmidhofer verpassten Lara Gut-Behrami und die WM-Zweite Corinne Suter den Podiumsplatz als Vierte und Fünfte lediglich um 6 bzw. 7 Hundertstel. Lara Gut-Behrami stand in dieser Saison schon zweimal auf dem Podest, in der Abfahrt aber war sie nie über Rang 8 hinausgekommen. Corinne Suter, in Are zweifache Medaillengewinnerin, muss im Weltcup weiterhin auf eine Top-3-Klassierung warten.

Unter die besten 10 schaffte es zudem auch Jasmine Flury als Neunte. Die Bündnerin war wie Hählen, Gut-Behrami oder Priska Nufer eine von allein vier Schweizerinnen, bei denen es Probleme mit der Zeitmessung gab. Natürlich wird bei allen Fahrerinnen die Zeit mehrfach gemessen, doch bis die Resultate jeweils offiziell wurden, dauerte es immer mehrere Minuten, weshalb sich das Rennen extrem in die Länge zog.

Für Unterbrüche sorgten zudem die Stürze der slowenischen Abfahrts-Weltmeisterin Ilka Stuhec und der Französin Tiffany Gauthier. Stuhec begab sich zu genaueren Abklärungen ins Spital, Gauthier musste mit dem Rettungsschlitten abtransportiert werden.

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