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Corinne Suter findet sich auf der WM-Abfahrt bestens zurecht

Am Sonntag steht in Are WM-Gold in der Frauen-Abfahrt auf dem Spiel. Vom Schweizer Quartett wird Corinne Suter am meisten zugetraut. Die WM-Dritte im Super-G ist formstark und mental gereift.

Agentur
sda
Sonntag, 10. Februar 2019, 05:59 Uhr Ski alpin
Corinne Suter während der Kombinations-Abfahrt, ihrem letzten Test vor der WM-Abfahrt
Corinne Suter während der Kombinations-Abfahrt, ihrem letzten Test vor der WM-Abfahrt
KEYSTONE/AP/MARCO TROVATI

Abfahrts-Vierte in Cortina d'Ampezzo und Garmisch-Partenkirchen, dazu im bayerischen Skiort Super-G-Sechste, und zum WM-Auftakt in Are Bronze im Super-G - Corinne Suter erlebt derzeit die besten Wochen ihrer Karriere. Das hat dazu geführt, dass die 24-jährige Schwyzerin, zuvor oft mit sich und ihren Resultaten unzufrieden, selbstbewusst und gelassen auftritt.

Wie zuletzt im Weltcup stimmte das Gefühl für den Schnee auch in Are auf Anhieb. «Ich überlege momentan gar nicht gross, sondern fahre einfach», sagte Suter nach der Kombinations-Abfahrt, welche sie als Vierte und beste Schweizerin beendet hatte. Es handelte sich zugleich um ihre bereits vierte Trainingsfahrt auf der WM-Piste. Einerseits eine überaus komfortable Situation, denn im Weltcup kommt es immer wieder vor, dass vor der Abfahrt nur ein Training stattfinden kann. Andererseits führt aber jede Fahrt auch zu umfassenden (Video-)Analysen.

«Der Super-G ist Geschichte»

Zum Glück, so sagt Suter, sei dies die Arbeit der Coaches. «Mir würde wohl der Kopf platzen, wenn ich dies alles schauen müsste.» Man kann sich plötzlich ohne Not in Details verlieren - was die ehemalige Junioren-Weltmeisterin eben gerade nicht mehr will. Deshalb hat sie richtig erkannt, dass es am Sonntag zur Hauptsache darum geht, «das Skifahren so einfach wie möglich zu halten». Auch die am Dienstag gewonnene Medaille will Suter weitestmöglich ausblenden. «Klar befindet sich das Ganze irgendwo im Hinterkopf und nehme ich positive Gefühle mit. Aber eigentlich ist doch der Super-G bereits Geschichte.»

Am Dienstagabend hatte Suter nach dem grossen Rummel erst spät in den Schlaf gefunden. Entsprechend müde fühlte sie sich tags darauf. Am Mittwoch nahm sie nur die absoluten Pflichttermine wahr, um nicht noch weiter Energien zu verlieren. «Mittlerweile habe ich allen Schlaf nachgeholt. Ich bin wieder bei Kräften und auch wieder locker.»

Seit zehn Jahren keine Abfahrts-Medaille

Neben Corinne Suter fanden sich auch die weiteren Schweizerinnen in den Trainings meist gut zurecht. Ein Medaillengewinn von Lara Gut-Behrami, die mit Silber 2009 in Val d'Isère hinter Lindsey Vonn als letzte Schweizerin eine WM-Abfahrtsmedaille gewann, Jasmine Flury und Joana Hählen wäre jedoch eine Riesenüberraschung. Mit Michelle Gisin fehlt in Are die in dieser Weltcup-Saison stärkste Schweizer Abfahrerin (zwei Podestplätze) verletzungsbedingt.

Top-Anwärterinnen auf Gold sind Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia und Ilka Stuhec, die Titelverteidigerin von St. Moritz. Die Italienerin Goggia startete seit ihrem Comeback Ende Januar zu drei Speed-Rennen - dreimal belegte sie den 2. Rang. Die Slowenin Stuhec war zwar in den drei Trainings in Schweden nie besser als Achte. Doch in der Kombi-Abfahrt gelang ihr hinter Ramona Siebenhofer die zweitbeste Zeit. Die Österreicherin gehört mit ihren Teamkolleginnen Nicole Schmidhofer und Stephanie Venier zu den Favoritinnen. Das ÖSV-Trio hat in diesem Winter fünf der sechs Saison-Abfahrten für sich entschieden.

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