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Das Wetter verhindert in Garmisch auch den Riesenslalom

Einen Tag nach der Abfahrt muss in Garmisch-Partenkirchen auch der für Sonntag geplante Weltcup-Riesenslalom der Männer abgesagt werden.

Agentur
sda
Sonntag, 03. Februar 2019, 16:11 Uhr Ski alpin
Helfer rollen in Garmisch die Netze ein
Helfer rollen in Garmisch die Netze ein
KEYSTONE/EPA/PHILIPP GUELLAND

War am Samstag der schwere Nassschnee das Problem, verunmöglichte tags darauf anhaltender Schneefall die Durchführung des Rennens. Weil die Wetterprognosen keine baldige Besserung versprachen, sagten die Organisatoren den Riesenslalom bereits gut drei Stunden vor dem angesetzten Start des ersten Laufs ab.

In der Nacht zum Sonntag hatte es im bayerischen Wintersportmekka noch einmal rund 30 Zentimeter Neuschnee gegeben. Auch am Morgen schneite es intensiv weiter. Ein reguläres Rennen sei unter diesen Bedingungen unmöglich geworden, erklärte FIS-Renndirektor Markus Waldner. Ausserdem gab es Sicherheitsbedenken. Der Schweizer Cheftrainer Tom Stauffer befand: «Die Piste wäre in diesem Jahr in einem ausgezeichneten Zustand gewesen. Aber der starke Schneefall war ein Problem. Es wäre zu gefährlich gewesen.»

Der Riesenslalom auf der Kandahar wäre für die Technik-Spezialisten die letzte Standortbestimmung vor dem WM-Rennen am Freitag, 15. Februar, gewesen. Verlaufen die kommenden Tage und das viertägige Schweizer Camp im schwedischen Funäsdalen ohne Zwischenfälle, werden in Are Loïc Meillard, Thomas Tumler, Gino Caviezel und Marco Odermatt im Riesenslalom antreten.

Ob das Rennen von Garmisch nachgeholt werden kann, ist noch offen. Einzige Option ist laut Waldner Kranjska Gora. In Slowenien stehen am 9./10. März ein Slalom und ein Riesenslalom im Programm. Unmittelbar danach beginnt das Weltcup-Finale in Soldeu in Andorra. Als Ersatzort für die ausgefallene Abfahrt vom Samstag prüft die FIS Kvitfjell, wo Anfang März zwei Speedrennen geplant sind.

Seit dem Jahreswechsel bestritten die Männer lediglich einen Riesenslalom, jenen in Adelboden. Am Tag des WM-Rennens wird das 34 Tage her sein. Ein Problem dürfte das für die vier Schweizer nicht sein, traten sie doch auch in anderen Disziplinen und/oder im Europacup an.

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