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Gisin so gut wie noch nie - Flury mit Luft nach oben

Die Engelbergerin Michelle Gisin zeigte in Lake Louise in der ersten Frauen-Abfahrt des Winters eine ganz starke Leistung. Die Olympiasiegerin in der Kombination erreichte als Zweite ihr bisher bestes Weltcup-Resultat in dieser Disziplin. Der Bündnerin Jasmin Flury lief es nicht so gut.

Südostschweiz
Freitag, 30. November 2018, 21:53 Uhr Ski alpin
Canada WCup Lake Louise Skiing
Michelle Gisin fährt in Lake Louise auf Rang 2.
KEYSTONE

Zum Sieg fehlten Michelle Gisin nur gerade 15 Hundertstel. Lange lag die mit Nummer 1 gestartete Obwaldnerin in Führung, und es schien gar der erste Sieg im Rahmen des Weltcups möglich. Doch dann kam mit Nummer 15 noch die Österreicherin Nicole Schmidhofer, die schon im Abschlusstraining die Schnellste gewesen war und ihrerseits erstmals im Weltcup gewann. Allerdings hat die 29-jährige aus der Steiermark schon einmal ein wichtigeres Rennen gewonnen: 2017 in St. Moritz wurde sie Weltmeisterin im Super-G.

Michelle Gisin durfte zur Kenntnis nehmen, dass sie den Wechsel von den Slalom- auf die Abfahrtsski, der ihr in diesem Winter noch einige Mal bevorstehen wird, problemlos schafft. Die Woche zuvor in Killington war sie im Slalom als Fünfte so gut klassiert wie noch nie in dieser Disziplin, und nun liess sich in den kanadischen Rocky Mountains ihr bestes Resultat in einer Abfahrt folgen.

Die Piste in Lake Louise scheint ihr zu liegen. Im Vorjahr - damals mit Nummer 27 - war sie hier auf Platz 3 gefahren. Diesmal eröffnete sie das Rennen und legte dabei eine starke Marke vor, die ihr zum fünften Mal zu einem Podestplatz im Weltcup verhalf. Mit ihren Fähigkeiten als Allrounderin eröffnete sie sich auch Perspektiven im Hinblick auf eine Spitzenplatzierung im Gesamt-Weltcup. Die Überfliegerin Mikaela Shiffrin, die im letzten Winter in Lake Louise überraschend in der Abfahrt triumphierte, liess sie jedenfalls hinter sich. Die Amerikanerin belegte Platz 9.

Unmittelbar vor Shiffrin reihte sich die Bernerin Joana Hählen als Achte ein. Die 26-Jährige aus Lenk im Simmental hatte es zuvor noch nie in die Top 10 einer Abfahrt geschafft. Die Schwyzerin Corinne Suter und die Tessinerin Lara Gut-Behrami folgten als nächstbeste Fahrerinnen von Swiss-Ski auf den Positionen 12 und 14. Die Bündnerin Jasmine Flury muss sich mit Rang 20 begnügen. «Ich habe mir den Saisonstart anders vorgestellt», so Flury im Interview mit SRF. (sda/so)

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