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Cavegn: «Ich will damit etwas zurückgeben»

Ex-Skirennfahrer Franco Cavegn hat die Unic Talent Foundation ins Leben gerufen. Möglichst viele Talente, welche Potenzial zu Spitzenleistungen in Sport, Ausbildung oder anderen Fachgebieten aufweisen, sollen unterstützt werden – finanziell, aber auch mit Rat und Tat.

René
Weber
Donnerstag, 30. August 2018, 04:30 Uhr Ex-Profi gründet Foundation
Engagement für Nachwuchs: Franco Cavegn mit Präsenten von Biker Nino Schurter und Skirennfahrer Carlo Janka, die er für die Unic Talent Foundation versteigert. Bild Yanik Bürkli

«Ich hatte im Jahr 2000 selbst eine schwierige Zeit, als ich nach einer schweren Verletzung nicht mehr weiter wusste. Damals hat mir eine Person die Augen geöffnet und mir in verschiedenen Belangen geholfen», erzählt Cavegn. Gleiches bezwecke er mit der Unic Talent Foundation. «Ich will damit etwas zurückgeben.» Cavegn, der mit seiner Frau Denise und der gemeinsamen Tochter Jaimy Jean in Maienfeld lebt, will mit seinem Engagement nicht nur Sportler, sondern auch für Ausbildung, Weiterbildung oder andere Fachgebiete Unterstützung anbieten. «Neben finanziellen Mitteln bieten wir Karriere-Coaching, individuelle Know-how-Transfers und Hilfe im Marketing», erklärt er.

Franco Cavegn auf die Frage, was ihn zur Gründung der Foundation motiviert hat.
 

Der dreifache Olympia-Teilnehmer, der als Stiftungsrat der Foundation amtet, wird bei seiner Tätigkeit von mehreren Experten unterstützt. Damit will Cavegn gewährleisten, dass nur talentierte Persönlichkeiten in den Genuss kommen, die diese Unterstützung auch verdienen. «Grundsätzlich kann sich jedes Talent, welches Potenzial hat, elektronisch nach den Angaben auf unserer Webseite bewerben. Wir prüfen danach die Unterlagen und entscheiden über die Unterstützung.» Sein Hauptanliegen sei es, denen zu helfen, die ohne Hilfe auf der Strecke bleiben würden.

Suter und Raatz ausgewählt

Cavegn will, dass die Unic Talent Foundation eine langfristige Angelegenheit wird. Darum hat er bewusst darauf verzichtet, seinen Namen für die Foundation herzugeben. «Einerseits soll das Projekt irgendwann auch ohne mich weitergehen. Andererseits geht es nicht um mich oder eine andere Person, es geht einzig um talentierte Persönlichkeiten.» Wichtig ist dem ehemaligen Spitzenskirennfahrer, dass er möglich grosse finanzielle Mittel an die Talente verteilen kann. Eine der Haupteinnahmen ist Cavegn selbst. Er sucht Sponsoren, die ihm für jeden Kilometer, den er auf seinen Ski und dem Mountainbike zurücklegt, einen Betrag zusichern. «Ich bin aber auch für jede weitere Spende dankbar.»

Weiteres Geld soll durch Charity-Anlässe wie beim offiziellen Startschuss der Foundation am Dienstag in Bad Ragaz generiert werden. Dort wurden auch die ersten beiden Talente vorgestellt. Die Skirennfahrerin Raphaela Suter aus Stoos, die nach einer Knieverletzung aus den Swiss-Ski-Kader gefallen ist, sagte: «Ich bin glücklich. Nun kann ich meine Karriere fortsetzen.» Die Violinen-Solistin Agata Raatz aus Bern kann dank der finanziellen Unterstützung der Foundation ein Video-Projekt umsetzen, das «meine Karriere vorantreiben soll».

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