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Orlik: «In einigen Aktionen fehlte wohl die letzte Konsequenz»

Der Maienfelder Schwinger Armon Orlik gewinnt dank eines Gestellten zum dritten Mal Eidgenössisches Eichenlaub. Christian Biäsch und Marc Jörger durften acht Gänge schwingen.

Lars
Morger
28.08.22 - 17:00 Uhr
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Dritter Kranz: Armon Orlik holt sich am Eidgenössischen seine dritte Auszeichnung.
Dritter Kranz: Armon Orlik holt sich am Eidgenössischen seine dritte Auszeichnung.
Swiss-Image

Es ist ein versöhnliches Ende für Armon Orlik nach einem schwierigen Tag. Er gewinnt zum dritten Mal in seiner Karriere den Kranz an einem Eidgenössischen, auch wenn es dem Aushängeschild des Bündner Schwingerverbands am Sonntag überhaupt nicht nach Wunsch lief. Nach einem Gestellten gegen Schwingerkönig Kilian Wenger im 5. Gang remisierte er auch im 6. Gang gegen David Schmid. Der Sieg im 7. Gang gegen Konrad Steffen sicherte dem Bündner Sennenschwinger den Kranz, auch wenn Orlik zum Schluss gegen Sven Schurtenberger seinen dritten Gestellten des Tages einzog. Damit hat der Maienfelder sein grosses Ziel mit Schlussrang 6 erreicht, bei einem besseren Sonntag wäre für ihn aber viel mehr möglich gewesen. «Ich konnte die gewünschte Leistung in diesen zwei Tagen nicht durchs Band abrufen, in einigen Aktionen fehlte wohl die letzte Konsequenz», so Orlik. Er habe aber in vielen Gängen gesehen, dass er sehr nahe dran sei. An einem Grossanlass müssten schliesslich viele Dinge zusammenpassen, damit man erfolgreich sein könne.

Neben Orlik qualifizierten sich mit Marc Jörger und Christian Biäsch zwei weitere Bündner für die beiden letzten Gänge. Jörger verlor am Sonntag alle seine vier Kämpfe. Biäsch lieferte mit zwei Siegen, einem Gestellten und einer Niederlage nach einem durchzogenen Samstag eine ordentliche Leistung ab. Für Roman Hochholdinger war das Fest nach sechs, für Corsin Jörger nach vier Gängen zu Ende. 

Hier gibt es alle Gänge der Bündner zum Nachlesen: 

8. Gang: Orlik sichert sich mit Gestelltem den Kranz – Biäsch und Jörger verlieren

Es ist nicht der Sonntag des Armon Orlik. Im vierten Kampf des Tages muss er sich zum dritten Mal mit einem Unentschieden begnügen. Dank vier Siegen, drei Gestellten und einer Niederlage wird Orlik dennoch seinen dritten Eidgenössischen Kranz mit nach Hause nehmen dürfen. 

Die beiden anderen im Wettkampf verbliebenen Bündner Marc Jörger und Christian Biäsch müssen als Verlierer vom Platz. 

7. Gang: Biäsch fährt gut weiter – Orlik sichert sich wohl den Kranz

Christian Biäsch ist am Sonntag weiter gut drauf. Er feiert im 7. Kampf seinen insgesamt dritten Sieg. Auch Armon Orlik kehrt auf die Siegesstrasse zurück. Er macht mit Konrad Steffen kurzen Prozess und sichert sich damit ziemlich sicher seinen dritten Eidgenössischen Kranz. Marc Jörger kassiert nach einem starken Samstag seine dritte Niederlage des Tages.

6. Gang: Orlik fällt aus der Entscheidung

Nun ist der Traum vom Königstitel für Armon Orlik endgültig ausgeträumt. Der Maienfelder kommt im 6. Gang gegen den Aargauer Eidgenossen David Schmid nicht über einen Gestellten hinaus und fällt damit definitiv aus der Entscheidung. Schmid machte Orlik das Leben mit einer äusserst defensiven Schwingweise schwer und wehrte Angriff um Angriff ab. Für Orlik geht es nun darum, immerhin sein gestecktes Ziel Eidgenössischer Kranz zu erreichen. 

Für Roman Hochholdinger ist das Fest nach Gang 6 vorbei. Er verliert gegen Colin Schlüchter auch seinen zweiten Kampf des Tages und muss unter die Dusche. Für Christian Biäsch dürfte es knapp reichen. Er stellt im 6. Gang, erhält aber die Note 9. Somit würde er sein Ziel doch noch erreichen. Marc Jörger verliert auch seinen zweiten Sonntagskampf, schafft den Sprung in den Kranzausstich aber ganz knapp.

5. Gang: Orlik stellt mit König Wenger

Nach dem 1. Tag am Eidgenössischen Schwingfest in Pratteln lag Armon Orlik nicht weit hinter der Spitze zurück und hatte noch gute Chancen auf eine Schlussgang-Teilnahme. Nach dem Gestellten im 5. Gang gegen Schwingerkönig Kilian Wenger sind die Chancen auf die Endausmarchung trotz Note 9 sehr klein geworden. Orlik liegt nun 1,75 Punkte hinter der Spitze zurück und wäre auf Ausrutscher der Spitzenleute angewiesen. 

Den drei weiteren im Wettkampf verbliebenen Bündner Schwingern lief es nicht nach Wunsch. Einzig der am Samstag enttäuschende Christian Biäsch verbuchte einen Sieg, er schlug den Teilverbandskranzer Marco Iseli mit Nachdrücken. Marc Jörger unterlag dem Eidgenossen Erich Fankhauser erwartungsgemäss, Roman Hochholdinger zog gegen Toni Kurmann den Kürzeren.  

4. Gang: Orlik wieder mit Maximalnote

Im 4. Gang kehrt Armon Orlik auf die Siegesstrasse zurück. Mit dem jungen Teilverbandskranzer Sven Hofer macht er kurzen Prozess und besiegt ihn platt. Damit steht er nach einem Tag bei drei Siegen und einer Niederlage und total 38,50 Punkte. Er ist damit für den zweiten Tag in Lauerstellung. 

Keine Probleme: Orlik holt sich im 4. Gang gegen Sven Hofer den dritten Sieg.
Keine Probleme: Orlik holt sich im 4. Gang gegen Sven Hofer den dritten Sieg.

Zum zweiten Sieg im vierten Kampf kommt Marc Jörger. Er legt den Teilverbandskranzer Stefan Arnold platt. Den ersten Sieg feiert Roman Hochholdinger. Der 40-Jährige gewinnt gegen den Auslandschweizer Andrew Betschart platt. Christian Biäsch und Corsin Jörger verlieren zum dritten Mal. 

3. Gang: Stucki bodigt Orlik

Armon Orliks Siegeszug wird im dritten Gang abrupt gestoppt. Gegen Schwingerkönig Christian Stucki wird der Maienfelder bei einem Angriff überrascht und wird vom Routinier gnadenlos ausgekontert und gebodigt. Orlik steht nach drei Gängen mit zwei Siegen und einer Niederlage da – alle Chancen für ganz nach vorne sind nach wie vor intakt.

Auch sonst war der dritte Gang kein guter aus Bündner Sicht. Neben Orlik verloren auch Roman Hochholdinger, Christian Biäsch und Corsin Jörger. Marc Jörger erreichte einen Gestellten. 

2. Gang: Orlik makellos – Bündner kommen besser in Fahrt

Armon Orlik ist weiter auf Kurs. Nach seinem Blitzsieg zum Auftakt braucht der 27-Jährige auch im 2. Gang nur wenig Kraft, um den Teilverbandskranzer Pirmin Suter zu bodigen. Der Maienfelder liegt zur Mittagspause dank zwei Maximalnoten an der Ranglistenspitze.

Weiter souverän: Orlik bodigt Pirmin Suter.
Weiter souverän: Orlik bodigt Pirmin Suter.

 

Den restlichen Bündner Schwingern läuft es im 2. Gang deutlich besser als noch zum Auftakt. Corsin Jörger und Christian Biäsch kommen platt zu ihren ersten Siegen. Roman Hochholdinger bleibt als einziger Bündner ohne Sieg. Er stellt seinen 2. Gang. Nach seinem Sieg im 1. Gang verliert Marc Jörger gegen den Teilverbandskranzer Stefan Gäumann.

1. Gang: Orlik siegt nach wenigen Sekunden

Armon Orliks Start ins diesjährige «Eidgenössische» hätte nicht besser ausfallen können. Gegen den besten Südwestschweizer Schwinger Lario Kramer macht der Maienfelder kurzen Prozess und legt ihn schon nach wenigen Sekunden platt auf den Rücken.

Ebenfalls zu einem Sieg kommt der Emser Marc Jörger. Er besiegt den Südwestschweizer Etienne Ducrest platt. Sein Bruder Corsin Jörger (gegen Adrian Aebersold), Roman Hochholdinger (gegen Marcel Kropf) und Christian Biäsch (gegen Marco Fankhauser) müssen als Verlierer vom Platz. 

Lars Morger schreibt als Redaktor Sport mit Schwerpunkt Eishockey für die gemeinsame Sportredaktion der Zeitung «Südostschweiz« und «suedostschweiz.ch». Mehr Infos

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