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Nino Niederreiter: «Davon träumst du als Kind»

Einen kurzen Moment hat Nino Niederreiter gezögert, nachdem er in der Verlängerung per Laserschuss das 5:4-Siegestor für Minnesota gegen Colorado erzielt hatte. Er war sich wohl nicht sicher, ob das, was er soeben gesehen hatte, tatsächlich passiert ist. Aber als die Teamkollegen wild angestürmt kamen, wusste der Churer, dass es wahr ist. «Das war ein unglaubliches Gefühl», so Niederreiter.

Südostschweiz
Donnerstag, 01. Mai 2014, 13:52 Uhr
Der Churer Eishockeyspieler Nino Niederreiter in Diensten der Minnesota Wild.

Eishockey. – Kämpfen mussten die Minnesota Wild, weil sie gegen Colorado viermal mit einem Tor und während insgesamt 29 Minuten in Rückstand lagen. Und am Ende besorgte Nino Niederreiter mit zwei Toren und einem Assist in den letzten 14 Minuten der regulären Spielzeit und der Verlängerung die Wende («suedostschweiz.ch» berichtete). Niederreiter war der unerwartete Held, denn vorher hatte er in den Playoffs der NHL noch nie ein Tor erzielt. Auch in dieser Serie hatte er in den ersten sechs Spielen nicht glänzen können.

«Aber im sechsten Spiel deutete er die Aufwärtstendenz an», so Trainer Patrick Roy, die einstige Goalie-Legende. «Und jetzt hat er ein Problem. Denn Leistungen wie in Spiel 7 in Denver erwarten wir regelmässig von ihm.» Mit dieser Herausforderung geht Niederreiter aber gerne um: «Wenn du als kleiner Bub träumst, dann doch genau von entscheidenden Toren in der Verlängerung eines siebenten Spiels. Ich bin unbeschreiblich froh und glücklich, dass mir das gelungen ist.»

Zuletzt besser gelaufen

El Niño teilte die Einschätzung seines Trainers, dass es ihm zuletzt besser gelaufen war: «Auch ich spürte schon im letzten Spiel, dass die Form eigentlich da ist.» Die wichtigen Goals in Denver könnten nun zum Schlüsselerlebnis in Niederreiters Karriere werden. Denn bislang hatte er die hohen Anforderungen an einen einstigen Erstrunden-Draft (der New York Islanders) nicht erfüllen können. Bei den Islanders war er in den letzten Jahren kaum mehr zum Zug gekommen.

«Aber ich habe in New York viel gelernt. Und ich freue mich, dass ich jetzt auf einer grösseren Bühne die Möglichkeit bekomme, mich weiterzuentwickeln», so Niederreiter im Interview gegenüber der Webseite NHL.com. Lange freuen konnte er sich nicht. Aus Denver flogen die Minnesota Wild direkt nach Chicago, wo am Freitag das erste Spiel der Viertelfinalserie auf dem Programm steht. (bi)

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