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München wie Graubünden gegen Olympia 2022

München wird sich nicht für die Olympischen Winterspiele 2022 bewerben. Bei allen vier Bürgerentscheiden in Bayern stimmte die Bevölkerung gegen eine Kandidatur.

Südostschweiz
Montag, 11. November 2013, 09:05 Uhr
Ein Mann trägt die Olympischen Ringe auf seiner Skijacke in St. Moritz (Symbolbild).

München/Chur. – Nach dem negativen Entscheid in München – der Landkreis Garmisch-Partenkirchen lehnte das Projekt mit 51,67 Prozent ab, München mit  52,1 Prozent, Berchtesgadener mit 54,02 Prozent und Traunstein mit 59,67 Prozent – gehen Oslo (Norwegen), Peking (China), Krakau (Polen), Almaty (Kasachstan) und Lwiw (Ukraine) ins Rennen um die Olympischen Winterspiele 2022.

Die Olympiagegner aus Bayern holten sich Unterstützung aus Graubünden: Stefan Grass, Leiter des erfolgreichen Komitees Olympiakritisches Graubünden, trat an Anlässen in München, Garmisch-Partenkrichen und Berchtesgaden auf. Inzwischen vernetzen sich die Olympiagegner laut Grass im ganzen Alpenraum. Die Alpenschutz-Organisation Cipra habe sich des Themas wieder angenommen, und es entstehe ein alpenweiter Widerstand gegen olympische Projekte.

Im März hatten die Stimmberechtigten in Graubünden die Kandidatur Olympia 2022 mit 52,7 Prozent abgelehnt («suedostschweiz.ch» berichtete). Die Bewerbungsfrist für 2022 läuft am Donnerstag ab. Den Entscheid fällt das Internationale Olympische Komitee, das seit kurzem vom Deutschen Thomas Bach als Präsident angeführt wird, Ende Juli 2015 in Kuala Lumpur. (si/so)

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