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Ehammer bricht Mehrkampf in Götzis vor dem 1500-m-Lauf ab

Simon Ehammer kommt beim Zehnkampf in Götzis nicht wie erwartet in Schuss. Der Appenzeller verzichtet primär aus emotionalem Frust auf den abschliessenden 1500-m-Lauf.

Südostschweiz
19.05.24 - 21:05 Uhr
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Forfait von Simon Ehammer: Die Coaches Karl (links) und René Wyler diskutieren
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Nach sechs Disziplinen war die Welt noch in Ordnung gewesen. Ehammer hatte den zweiten Tag mit sehr starken 13,55 Sekunden über 110 m Hürden gestartet und die Hoffnungen geschürt, dass der Schweizer Rekord aus dem Jahr 2022 (8468) noch fällt. Daraus wurde nichts: 37,36 m im Diskus, 5 m im Stabhochsprung, 48,57 m mit dem Speer entsprechen nicht dem Potenzial des Hallen-Weltmeisters. In seiner Verfassung müssten 8600 Punkte möglich sein.

Doch der Tank wurde am Sonntag zunehmend leerer und der Frust immer grösser: Den Diskus hatte er beim Einwerfen über 40 m geschleudert, im Stabhochsprung wären bei den herrschenden Bedingungen auch 5,20 m möglich gewesen, und im Speer funktionierte nicht mehr viel.

Aus diesem Grund zog Ehammer unter Tränen die Reissleine. Er hätte sich im abschliessenden 1500-m-Lauf nicht mehr überwinden können und sich nur noch eine Enttäuschung mehr aufgeladen.

Den Sieg holte sich der Olympiasieger Damian Warner aus Kanada mit 8678 Punkten.

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