Hüsler scheitert nach grossem Kampf, nur Bencic hält die Schweizer Fahne hoch
Als letzter Schweizer verliert Marc-Andrea Hüsler (ATP 85) gegen den als Nummer 19 gesetzten Denis Shapovalov 6:2, 4:6, 4:6, 6:3, 1:6. Somit verbleibt nur noch Belinda Bencic am US Open.
Als letzter Schweizer verliert Marc-Andrea Hüsler (ATP 85) gegen den als Nummer 19 gesetzten Denis Shapovalov 6:2, 4:6, 4:6, 6:3, 1:6. Somit verbleibt nur noch Belinda Bencic am US Open.
In seinem zweiten Grand-Slam-Turnier nach Wimbledon verlor der 26-jährige Zürcher zum zweiten Mal in fünf Sätzen - und gewann dabei drei Punkte mehr als der drei Jahre jüngere, aber auf diesem Niveau wesentlich erfahrenere Shapovalov. Hüsler startete hervorragend und hatte im zweiten Satz die Chance auf eine 5:3-Führung. Der Kanadier, wie der Schweizer ein Linkshänder, wehrte den Breakball aber ab und schaffte gleich danach in einem langen Game selber den Aufschlagdurchbruch.
Ärgerlich: Zweimal - im zweiten und zu Beginn des vierten Satzes - gab Hüsler seinen Aufschlag mit einem Doppelfehler ab. Dennoch stellte er seine Fortschritte der letzten Monate auch in New York unter Beweis.
Dreisatzsieg für Bencic
Mit Belinda Bencic erreicht zumindest eine Schweizerin die 2. Runde des US Open. Die als Nummer 13 gesetzte St. Gallerin kämpft sich gegen die routinierte Deutsche Andrea Petkovic (WTA 104) trotz einer durchzogenen Leistung zu einem 6:2, 4:6, 6:4-Sieg. Nächste Gegnerin am Donnerstag ist die Rumänin Sorana Cirstea (WTA 37), gegen die sie in zwei Anläufen noch nie gewinnen konnte. Zuletzt verlor Bencic vor zwei Wochen in Cincinnati knapp in drei Sätzen.
Die Viertelfinalistin des letzten Jahres und Halbfinalistin 2019 legte in der prallen Sonne bei über 30 Grad einen Blitzstart hin und gewann gleich die ersten acht Punkte. Erst danach gelang es der 34-jährigen Petkovic, die ihre Karriere in den nächsten Wochen beenden wird, die Partie ausgeglichener zu gestalten. Im zweiten Durchgang holte Bencic einen 1:4-Rückstand auf, gab ihn dann aber dennoch wieder aus der Hand.
Nach einer verordneten zehnminütigen Hitzepause dauerte es bis zum Stand von 4:4, ehe Bencic die erste Breakchance nützen konnte. Nach 2:12 Stunden nützte die Olympiasiegerin gleich ihren ersten Matchball zum hart erkämpften Sieg.