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Lokalmatador Leclerc lässt Verstappens Pole-Serie reissen

Charles Leclerc sichert sich im Ferrari die Pole-Position für den GP Monaco. Derweil patzt WM-Leader Max Verstappen ausgerechnet im wichtigsten Qualifying des Jahres, womit seine Rekordserie reisst.

Agentur
sda
25.05.24 - 22:03 Uhr
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Charles Leclerc im Ferrari rast in seiner Heimat in Monaco zur Pole-Position
Charles Leclerc im Ferrari rast in seiner Heimat in Monaco zur Pole-Position
KEYSTONE/EPA/ANNA SZILAGYI

Im achten Qualifying dieser Formel-1-Saison ging der beste Startplatz zum ersten Mal nicht an Max Verstappen. Der dreifache Weltmeister im Red Bull berührte bei seinem letzten Versuch auf eine schnelle Runde bereits in der ersten Kurve die Mauer und musste sich mit Startplatz 6 begnügen. «Dieses Auto ist rutschig», beschwerte sich der Niederländer, der sich zuletzt saisonübergreifend acht Mal in Serie den ersten Startplatz gesichert und damit einen Rekord von Ayrton Senna eingestellt hatte.

250. Pole-Position von Ferrari

Keinen Patzer leistete sich Charles Leclerc, der Ferrari mit der 250. Pole-Position ein Jubiläum bescherte. Diese Marke hat zuvor in der Formel 1 noch kein Rennstall erreicht. Leclerc gelang es, seine starken Leistungen in den Trainings zu bestätigen. Der WM-Dritte war im entscheidenden Teil der Zeitenjagd 0,154 Sekunden schneller als der überraschende Oscar Piastri im McLaren. In der zweiten Reihe werden Leclercs Teamkollege Carlos Sainz und Lando Norris im anderen McLaren stehen.

Leclerc sicherte sich die Pole-Position in seiner Heimat zum dritten Mal nach 2021 und 2022. Zum Sieg in Monte Carlo, wo das Überholen auf dem engen Stadtkurs im Normalfall ein Ding der Unmöglichkeit ist, reichte es ihm allerdings noch nie. 2021 zwang ihn ein Getriebeschaden zur Aufgabe, beim 4. Platz im darauffolgenden Jahr verlor er an der Boxengasse viel Zeit, weil er beim Reifenwechsel hinter Teamkollege Sainz anstehen musste. Auch im vergangenen Jahr verpasste Leclerc als Sechster das Podest.

Sauber abgeschlagen, Haas bestraft

Die Fahrer des Teams Sauber sorgten in der Qualifikation im Fürstentum für einen neuerlichen Tiefpunkt. Für Valtteri Bottas und Zhou Guanyu blieb nur die letzte Startreihe. Der Finne und der Chinese hatten zuvor in den Trainings mit je einem Crash und anschliessendem Unterbruch schon für Stirnrunzeln im Schweizer Lager gesorgt.

Nach der nachträglichen Disqualifikation der Fahrer des Teams Haas, Nico Hülkenberg und Kevin Magnussen, werden Bottas und Zhou am Sonntag von den Startplätzen 17 und 18 losfahren.

Zur Disqualifikation von Hülkenberg und Magnussen führte ein illegaler Heckflügel, der am Auto des Deutschen und des Dänen eingesetzt wurde. Hülkenberg hatte in der Qualifikation den 12. Platz belegt, Magnussen kam auf Rang 15. Nun muss das Duo am Sonntag aus der Boxengasse zum achten Saisonrennen starten.

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