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Zahlreiche Grössen vergangener Jahre fehlen in Tokio

Zahlreiche Grössen vergangener Jahre fehlen in Tokio

Die beiden Tennis-Asse Roger Federer und Rafael Nadal sind zwei der prominentesten Abwesenden an den Olympischen Spielen. Auch zahlreiche andere Grössen der vergangenen Jahre fehlen in Tokio.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
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ROGER FEDERER & RAFAEL NADAL. Wie kaum ein anderes Rivalen-Duo haben Roger Federer und Rafael Nadal den Weltsport in den vergangenen 15 Jahren geprägt. In Tokio wird es zu keinem weiteren Tennis-Duell kommen, denn beide sagten ihre Teilnahme ab. Wegen seiner Knieprobleme gab Federer kurzfristig Forfait, Nadal hatte seine Absage im Juni damit begründet, dass er seinem Körper nach der anstrengenden Sandplatz-Saison Zeit zur Erholung geben will. Beide planen eine Rückkehr auf die Tour im Spätsommer. Federer und Nadal, die je 20 Grand-Slam-Titel verbucht haben, sind nicht die einzigen Tennisstars, die fehlen. Bei den Frauen fehlt unter anderen Serena Williams.

100-METER-WELTMEISTER: Der schnellste Sprinter der Welt darf nicht mitmachen. Der Amerikaner Christian Coleman, der 2019 bei der WM in Doha Gold über die 100 m gewonnen hatte, verpasste in einem Jahr drei Dopingtests und wurde daraufhin gesperrt. Dass die Sperre vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) von 24 auf 18 Monate verkürzt wurde, half dem 25-Jährigen für den Jahreshöhepunkt nicht.

GOLF-LEGENDE: Die Titelsammlung von Tiger Woods ist schier endlos. Das Masters, das US Open, die PGA Championship: All diese Titel holte der 45-Jährige mehrere Male. Was ihm noch fehlt, ist Gold bei Olympia. 2021 wird es damit nichts, denn Woods ist nach seinem schweren Autounfall im Februar noch nicht wieder zurück. Er fehlte zuletzt auch beim British Open.

OLYMPIA-HELDEN. Wer in der jüngeren Vergangenheit Olympische Sommerspiele verfolgt hat, kennt die Wettbewerbe gar nicht ohne den Sprinter Usain Bolt und den Schwimmer Michael Phelps. 2008, 2012 und 2016 prägte das Duo die Spiele. Phelps sicherte sich insgesamt 23 Goldmedaillen und liegt im ewigen Medaillenspiegel meilenweit vor der kompletten Konkurrenz, von der bislang keiner auch nur eine zweistellige Anzahl an Goldmedaillen vorweisen kann. Bolt gewann dreimal das Triple (100, 200 und 4x100 m), wobei ihm ein Titel aus Peking nachträglich aberkannt wurde, weil Teamkollege Nesta Carter des Dopings überführt wurde. Nach Rio (Phelps), respektive 2017 (Bolt) traten die beiden Superstars zurück.

SCHWEIZER OLYMPIONIKEN. Auch Schweizer Olympiasieger von Rio fehlen, weil sie mittlerweile ihren Rücktritt erklärt haben. Radprofi Fabian Cancellara trat vor fünf Jahren nach dem zweiten Olympia-Gold im Zeitfahren nach 2008 auf dem Höhepunkt seiner Karriere ab. Und auch vom erfolgreichen Leichtgewichts-Doppelvierer im Rudern ist keiner des Quartetts (Mario Gyr, Simon Niepmann, Simon Schürch, Lucas Tramèr) mehr als Profi aktiv. Ebenfalls zurückgetreten sind die Tennisspielerinnen Timea Bacsinszky und Martina Hingis, die in Brasilien Silber im Doppel gewannen.

QUALIFIKATION VERPASST. Noch nicht zurückgetreten wäre der britische Langstreckenläufer Mo Farah. Der vierfache Olympiasieger, der 2012 und 2016 jeweils über 5000 und 10'000 m Gold holte, verpasste aber die Qualifikation für Tokio. Der 38-Jährige hatte 2017 zum Marathon gewechselt und wollte es nun über 10'000 m noch einmal wissen. Das Vorhaben misslang.

IM LETZTEN MOMENT VERDRÄNGT. Kelly Walsh Jennings hat im Beachvolleyball längst Legendenstatus erreicht. Die dreifache Olympiasiegerin (2004, 2008, 2012), die 2016 zudem Bronze gewonnen hat und mittlerweile 42-jährig ist, lag bis zwei Wochen vor Abschluss der Qualifikationsphase gut im Rennen, um zum sechsten Mal an Olympischen Spielen teilzunehmen. Doch in den letzten beiden Qualifikationsturnieren in Sotschi und Ostrava fielen Walsh Jennings und ihre aktuelle Partnerin Brooke Sweat im landesinternen Kampf noch hinter Kelly Claes/Sarah Sponcil zurück - weil die Newcomerinnen unter anderem dank Finalsiegen gegen die Schweizer Duos Betschart/Hüberli und Heidrich/Vergé-Dépré ihre ersten Turniere auf der World Tour gewannen.

82 DEUTSCHE FUSSBALLER. Eine regelrechte Absagewelle erfasste das deutsche Fussball-Team. Von der offiziellen Kandidatenliste, die 100 mehr oder weniger prominente Namen umfasste, sagten Trainer Stefan Kuntz nicht weniger als 82 ab. 18 blieben übrig. Damit besetzt Deutschland nicht einmal alle Kaderplätze. Zum Vergleich: Spanien stellt gleich sechs Athleten aus seinem EM-Halbfinalteam ab.

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