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Golubic spielerisch leicht in den Achtelfinal

Viktorija Golubic steht in Wimbledon erstmals in den Achtelfinals eines Grand-Slam-Turniers. Die 28-jährige Zürcherin fegt Madison Brengle mit 6:2, 6:1 auf beeindruckende Art vom Platz.

Agentur
sda
02.07.21 - 20:42 Uhr
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Überragender Auftritt: Viktorija Golubic liess in der 3. Runde von Wimbledon der Amerikanerin Madison Brengle in nur 67 Minuten keine Chance
Überragender Auftritt: Viktorija Golubic liess in der 3. Runde von Wimbledon der Amerikanerin Madison Brengle in nur 67 Minuten keine Chance
KEYSTONE/AP/Alberto Pezzali

Auf dem Platz sieht alles spielerisch leicht aus. Die Weltnummer 66 Golubic lässt der 16 Positionen schlechter klassierten Amerikanerin in nur 67 Minuten nicht den Hauch einer Chance. Am Ende ist die Erleichterung dennoch gross. «Juhuii, zweite Woche», schreit die während dem Match noch sehr coole Schweizerin ins Rund auf dem schmucken Court 12 und springt ausgelassen auf dem Rasen herum.

18 Anläufe brauchte die Siegerin des WTA-Turniers von Gstaad, um erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier in die zweite Woche zu kommen. Vor zwei Jahre, als die Auslosung ebenfalls günstig schien, scheiterte sie noch in der 3. Runde an der jungen Ukrainerin Dajana Jastremska, nun packt sie ihre Chance resolut.

Von A bis Z dominiert

Golubic startet mit einem Break in den sonnigen Nachmittag und setzte damit sogleich den Ton. Sie nützt die eklatante Aufschlagschwäche der Amerikanerin und nimmt ihr insgesamt sechsmal den Service ab. Auch sonst hat die Zürcherin in allen Belangen klare Vorteile. Im Gegensatz zu früher kommt sie auch angesichts des griffbereiten Sieges nicht ins Zittern und verwertet ihren ersten Matchball mit einem sehenswerten Rückhand-Lob.

Nach einem Marathonsieg gegen die als Nummer 29 gesetzte Veronika Kudermetowa gewinnt Golubic ihre letzten beiden Runden nun völlig problemlos in zwei klaren Sätzen. «Das ist auch ok», meint sie lachend. «Den epischen Kampf mit Longset bei einem Grad-Slam-Turnier habe ich ja jetzt abhaken können.» Sie macht damit das Maximum aus einer günstigen Auslosung und wird sich im Ranking mindestens wieder in die Top 60 verbessern. Das Jahr begonnen hatte die von Dominik Utzinger trainierte Golubic noch als Nummer 138 der Welt.

Dass sie nun diese Hürde erstmals überstanden hat und in der zweiten Woche noch im Turnier ist, bedeutet ihr viel. «Es ist einfach etwas Besonderes, es hat nicht mehr so viele Spielerinnen, fast alle Matches finden auf den grossen Courts statt», freut sie sich.

Gute Erinnerungen an Keys

Dafür werden natürlich auch die Aufgaben schwieriger. Immerhin weiss sie ziemlich genau, was sie gegen Madison Keys erwartet. Vor zwei Jahren bezwang sie die US-Open-Finalistin von 2017 und aktuelle Weltnummer 27 im Fedcup in San Antonio klar. In Wimbledon zeigt sich die 26-jährige Amerikanerin bis jetzt aber sehr stark. «Sie wird auf jeden Fall schnell spielen», erklärt Golubic. An ihr wird es liegen, das Tempo durch Variation aus dem Spiel zu nehmen und Keys zu Fehlern zu verleiten.

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