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Erleichterung beim HCD, doch der Spengler Cup steht weiter auf der Kippe

Die Schweizer Sportklubs und Organisatoren von Grossanlässen können teilweise aufatmen. Der Bundesrat erlaubt ab Oktober unter strengen Auflagen wieder Veranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern. HCD-Geschäftsführer Marc Gianola zeigt sich über den Entscheid erleichtert.

Südostschweiz
Mittwoch, 12. August 2020, 16:04 Uhr Aufhebung der 1000er-Grenze
In Davos darf ab Oktober wieder vor Publikum gespielt werden.
KEYSTONE

Ab Oktober sind Sportveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern grundsätzlich wieder erlaubt. Dies gab der Bundesrat nach seiner Sitzung am Mittwoch bekannt. Ab Oktober müssen alle Veranstalter von Grossanlässen schweizweit einheitliche Anforderungen erfüllen. Beim Bewilligungsverfahren müssen die jeweiligen Kantone auch ihre epidemiologische Lage und die Kapazitäten für das Contact Tracing berücksichtigen. Die Kantone sind zudem für die Kontrollen zuständig. Die Bewilligungsanforderungen wird der Bund bis zum 2. September mit den Kantonen und den zuständigen Departementen ausarbeiten.

Insbesondere für die Schweizer Profiklubs im Fussball und Eishockey bedeutet die Lockerung eine wichtige finanzielle Entlastung in der angespannten Situation. Verschiedene Klub- und Verbandsvertreter hatten darauf hingewiesen, dass eine Ausweitung der Einschränkung auf 1000 Zuschauer bis März 2021 viele Klubs vor existenzielle Probleme stellen würde – so auch der HC Davos, wo sich Präsident Gaudenz Domenig zuletzt grosse Sorgen machte.

Erleichterung beim HCD 

Entsprechend erleichtert über den positiven Entscheid ist im HC Davos Geschäftsführer Marc Gianola. Er sei froh darüber, dass in den Schutzkonzepten für die Sport- und Eventbranche künftig die Eigenverantwortung der Leute eine wichtige Rolle spielt. «Es liegt nun an uns, ein gutes Konzept auszuarbeiten, damit wir dann eine gewisse Anzahl Leute ins Stadion lassen dürfen», so Gianola gegenüber der Südostschweiz-Sportredaktion. Die Grobschutzkonzepte sollen dem Kanton bereits nächste Woche vorgelegt werden.

Die Lockerung ab Oktober könnte bedeuten, dass im Eishockey der Mitte September geplante Saisonstart um zwei Wochen nach hinten verschoben wird, damit von Beginn weg vor mehr Zuschauern gespielt werden kann. In der Super League beginnt die neue Spielzeit am 12. September noch mit maximal 1000 Leuten in den Stadien, also so, wie sie Anfang August aufgehört hat. Bis zum Monatsende stehen drei Runden auf dem Programm.

Entscheid über Spengler Cup im Oktober

Wieder realistischer scheint auch die Durchführung des Spengler Cups 2020 vom 26. bis 31. Dezember. Die Schutzkonzepte könnten ähnlich wie bei den HCD-Meisterschaftsspielen aussehen. «Es wird jedoch rund ums Stadion etwas weniger Festivitäten geben», sagt Gianola. Indes bleibt das Problem der Reisebeschränkung, da am Traditionsturnier in der Altjahreswoche auch ausländische Teams aus Russland und Finnland teilnehmen. In diesen Ländern ist die Schweiz derzeit «auf der roten Liste», wie Gianola ausführt. Der finale Entscheid über die Durchführung soll im Oktober fallen. (krt/sda)

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