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Luzia Bühler: Wenn 68 Kilometer zu kurz sind

Vor einem Jahr hat sich die Flimserin Luzia Bühler erst einen Tag vor dem Start für die Teilnahme am Swissalpine entschieden und das Rennen gleich gewonnen. Die neue Königsdisziplin des Davoser Laufevents könnte der 38-Jährigen aber weniger gut liegen.

Südostschweiz
Donnerstag, 23. Juli 2020, 14:08 Uhr Swissalpine Davos
2019: Nach ihrem Coup beim T88 gönnt sich Luzia Bühler einen Siegerschluck.
KEYSTONE

Mit dem Swissalpine Davos steht am Wochenende das Bündner Lauf-Highlight schlechthin auf dem Programm. Die neue Königsdisziplin, der K68, findet am Samstag statt. Dann am Start stehen wird mit Luzia Bühler auch die Siegerin der letztjährigen Königsdisziplin T88. Mit einer Zeit von 10:20:42 Stunden setzte sich die heute 38-jährige Flimserin auf der Strecke von St. Moritz nach Davos durch.

Von mehreren Stürzen hatte sie sich nicht aus dem Konzept bringen lassen. Am Ende distanzierte sie die zweitplatzierte Konkurrentin um eine gute halbe Stunde. Dass Bühler überhaupt den Swissalpine Irontrail lief, war lange nicht geplant. Den Entschluss für die Teilnahme hatte sie gerademal einen Tag vor dem Start gefasst.

«Meine Lieblingsdistanz sind 100 Kilometer oder noch mehr.»

Heuer hat sich Bühler frühzeitig für den gut 20 Kilometer kürzeren K68 angemeldet. Und logischerweise zählt sie als Titelverteidigerin in Davos auch dieses Jahr zu den meistgenannten Sieganwärterinnen. Bühler hält den Ball aber flach. «Meine Lieblingsdistanz sind 100 Kilometer oder noch mehr», sagt die Ultraläuferin gegenüber Radio Südoschweiz. Die 68 Kilometer seien ihr eher zu kurz.

Ausserdem habe sich Bühler zu wenig spezifisch auf den K68 vorbereitet. «Ich habe den Swissalpine nicht an erste Stelle gesetzt.» Deshalb fehle es ihr etwas am «Hügel-Training». In Topform will Bühler dann spätestens im September sein, wenn sie an einem 100-Meilen-Rennen in Kroatien teilnimmt. Dort dürfte es auch der internationalen Konkurrenz schwer fallen, mit der Flimserin mitzuhalten. (krt)

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