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ATP passt Weltranglisten-System wegen Coronakrise an

Die ATP gibt bekannt, wie sie mit der per 16. März aufgrund der Coronavirus-Pandemie eingefrorenen Weltrangliste fortfahren wird.

Agentur
sda
Montag, 06. Juli 2020, 21:00 Uhr Tennis
Roger Federer profitiert von den Anpassungen im Weltranglisten-System
Roger Federer profitiert von den Anpassungen im Weltranglisten-System
KEYSTONE/AP/DITA ALANGKARA

Der Zeitraum, in dem die 18 besten Turniere in die Wertung kommen, wurde von normal 52 Wochen auf 22 Monate ausgedehnt - von März 2019 bis Dezember 2020. Das kommt Roger Federer zu Gute, der in diesem Jahr nach seinen zwei Knie-Operationen keine Turniere mehr bestreiten wird. Der bald 39-jährige Baselbieter ist aktuell die Nummer 4 im Ranking. Stan Wawrinka ist als 17. der zweitbeste Schweizer.

Allerdings kann ein Spieler das gleiche Turnier nicht zweimal in seine «Top 18» aufnehmen, sondern nur das bessere Resultat der beiden. Punkte, die im Jahr 2020 zur Berücksichtigung kommen, bleiben wieder für 52 Wochen bestehen oder solange, bis das Event 2021 gespielt wird - je nachdem, was zuerst kommt. Die Änderungen wurden in Absprache mit den vier Grand-Slam-Turnieren sowie dem internationalen Tennisverband ITF beschlossen. Sollte die Corona-Krise auch 2021 beeinflussen, wird es weitere Anpassungen geben.

Für die ATP Finals in London wird diesmal nicht ein Kalenderjahr-Ranking, sondern die adaptierte Weltrangliste mit Stand vom 9. November herangezogen. Die ATP-Tour soll am 14. August in Washington wieder aufgenommen werden. Am Montag danach würde das Ranking erstmals wieder aktualisiert werden. Ab dem 31. August sind die US Open geplant. Der Reise nach New York stehen auch Star-Spieler wie Novak Djokovic oder Rafael Nadal zumindest sehr skeptisch gegenüber.

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