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Transruinaulta/Transviamala: Aus zwei mach fünf

Diesen Herbst finden die Bündner Läufe Transruinaulta und Transviamala nicht im gewohnten Rahmen statt. Stattdessen werden als Ersatz gleich fünf kleinere Läufe angeboten.

Südostschweiz
Donnerstag, 11. Juni 2020, 11:00 Uhr Neues Konzept 2020
Die Viamala-Schlucht ist ein grosses Highlight des Transviamala.
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Es war in den vergangenen Jahren das Lauf-Highlight des Bündner Herbsts. An einem Samstag führte der Transruinaulta (42 km) von Ilanz nach Thusis. Tags darauf nahmen die Teilnehmer den Transviamala (19 km) von Thusis nach Donat in Angriff. Die Siegerinnen und Sieger der beiden Rennen durften sich Schluchtenkönigin und Schluchtenkönig nennen. Vergangenes Jahr war eine Rekordzahl von 2668 Läuferinnen und Läufern am Anlass vertreten.

Maximal 200 Teilnehmer pro Lauf

Die Laufbegeisterten müssen dieses Jahr indes mit einer anderen Variante der beiden Läufe vorliebnehmen. Wie die Veranstalter auf ihrer Webseite mitteilen, finden die Läufe «wegen der Corona-Krise heuer nicht im gewohnten Rahmen statt». Stattdessen werden fünf Läufe angeboten – ein «mehrteiliges und auf mehrere Monate verteiltes Laufabenteuer».

Auf dem Programm stehen je zwei Tages- und Nachtevents sowie ein Berglauf. Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 200 Läuferinnen und Läufer begrenzt:

25. Juli – Transruinaulta
Die Originalstrecke einmal in zwei Distanzen rückwärts (Rhäzüns–Ilanz/24 Kilometer, Versam Station–Ilanz/11,5 Kilometer)

12. September – Transviamala
Die Originaldistanz in zwei Distanzen (Thusis–Andeer–Donat/19 Kilometer, Thusis–Donat/11,5 Kilometer)

3. Oktober – Transruinaulta
Die Originalstrecke einmal rückwärts bei Nacht (Versam Station–Ilanz/11,5 Kilometer)

31. Oktober – Transviamala
Die Originalstrecke bei Nacht (Thusis–Donat/11,5 Kilometer)

22. August – Safierberglauf
Versam Station–Tenner Chrüz (13,5 Kilometer/1450 Höhenmeter)

Mit der Zerstückelung von Transruinaulta und Transviamala können die Veranstalter einerseits den Auflagen bezüglich maximaler Teilnehmerzahl Rechnung tragen. Andererseits «nutzen die Organisatoren gleichzeitig die Möglichkeit, die Frequenzen in den involvierten Regionen zu erhöhen». Denn den nun angelaufenen Gegenden würden die Transruinaulta- und Transviamala-Teilnehmenden ansonsten mehrheitlich fernbleiben», erklärt OK-Chef Thomas Häusermann. Man erhoffe sich, dass Packages mit Übernachtungen gebucht würden – oder gar Seminare und Fachvorträge. (krt)

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