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Zwei Kenianer bei EPO-Doping gefilmt

Eine Leichtathletin und ein Leichtathlet aus Kenia haben sich einem Bericht der ZDF-«Sportreportage» zufolge kurz vor den Weltmeisterschaften in Doha mit EPO behandeln lassen.

Agentur
sda
Sonntag, 22. September 2019, 19:59 Uhr Leichtathletik
Die WADA wird die Arbeit nicht los
Die WADA wird die Arbeit nicht los
KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Die beiden Top-Athleten aus dem Nationalteam seien mit versteckter Kamera dabei gefilmt worden, wie sie EPO direkt in die Vene injiziert bekamen.

«Keiner dopt direkt vor den Rennen oder einem wichtigen Wettkampf, hier nutzen sie das EPO im Training», sagte ein Mediziner, der anonym bleiben wollte, dem ZDF. «Vom jetzigen Nationalteam hatte ich alleine acht Läufer bei mir.»

Barnabas Korir vom nationalen Verband Athletics Kenya meinte, man würde sicherstellen, dass das Nationalteam die Regeln befolge. Sie würden die Konsequenzen kennen. «Wenn einer gedopt hat, wird er aus dem Team geworfen und trägt nie wieder die Nationalfarben Kenias», betonte Korir.

Der Chef der Athletics Intergrity Unit (AIU) des Weltverbandes (IAAF), Brett Clothier, sagte dem ZDF: «Das sind sehr schwere Anschuldigungen, und wir sind nicht so naiv zu sagen, solche Probleme und auch Korruption existieren nicht in Kenia. Wir sind für Hinweise immer offen und versuchen, diesen Anschuldigungen nachzugehen.» Da Kenia zu den fünf sogenannten Kategorie-A-Nationen mit «intensiven Dopingproblemen» gehöre, könne die IAAF das Land bei Verletzung der Regularien «komplett suspendieren».

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