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Nino Schurter fährt vor Heimpublikum auf Platz 2

Für einen schweizer Sieg hat es auf der Lenzerheide leider nicht gereicht. Und trotzdem gibt es zwei Podestplätze für die Mountainbiker Nino Schurter und Mathias Flückiger zu verzeichnen.

Südostschweiz
Sonntag, 11. August 2019, 15:23 Uhr Weltcup Lenzerheide
MOUNTAINBIKE WELTCUP 2019 LENZERHEIDE
Nino Schurter fährt mit 25 Sekunden Rückstand auf Platz 2.
GIAN EHRENZELLER/ KEYSTONE

Mathieu van der Poel hat Nino Schurter auch vor dessen Heimpublikum am Cross-Country-Weltcup überflügelt. Der 24-jährige Niederländer siegte in Lenzerheide 25 Sekunden vor Nino Schurter und 1:13 Minuten vor Mathias Flückiger. Schurter fuhr somit knapp an seinem 33. Weltcupsieg vorbei. Damit hätte er den Weltcupsieg--Rekord von Julien Absalon egalisiert. 

Kurz nach dem Rennen zeigt sich Schurter zufrieden mit dem zweiten Platz. Gegenüber Tanja Egli von Radio Südostschweiz sagt der Bündner: «Ich bin zufrieden. Ich habe das Maximum gegeben und Van der Poel hat gezeigt, dass er heute eine Klasse für sich war.»

Schurter sagt zudem, dass der Niederländer ein super Lauf habe. «Er ist auf einem Höhenflug. Ich habe von Beginn an versucht, ihn unter Druck zu setzen. Es war aber zu wenig.» Van der Poel könne momentan mit so viel positiven Gedanken in ein Rennen kommen, dass es schwierig sei, ihn zu besiegen. «Aber auch er wird irgendwann mehr Druck verspüren.»

Van der Poel setzte die entscheidende Attacke in der vorletzten Runde. Dem Antritt in der längsten Steigung des Rundkurses am Rothorn hatte Schurter wie zuletzt im Val di Sole und im Mai in Nove Mesto nichts entgegenzusetzen. Die übrigen Fahrer konnten dem Tempo des Spitzenduos schon früh im Rennen nicht mehr folgen.

Für Van der Poel ist es der dritte Weltcupsieg im Cross-Country in dieser Saison und insgesamt. Im Short Track ist der Allrounder seit längerem kaum mehr zu schlagen. Weil sich der Enkelsohn von Raymond Poulidor nun wieder unter die Strassenfahrer mischt und auch auf die Mountainbike-WM Ende Monat in Kanada verzichtet, war es vorerst das letzte Duell zwischen Schurter und Van der Poel. (sda/so)

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