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St. Moritz hat grosse Pläne

Ende Juni hat die Gemeinde St. Moritz erklärt, 2020 als Schweizer Austragungsort eines Formel-E-Rennens in die Bresche springen zu wollen. Im Hintergrund beschäftigen sich die Verantwortlichen bereits mit der Streckenführung – und diese könnte spektakulär werden.

Südostschweiz
Mittwoch, 10. Juli 2019, 09:21 Uhr Formel E über den See?
In Zürich und Bern fand die Formel E bereits statt. In Zukunft könnten die Boliden durch St. Moritz düsen.
KEYSTONE

«Formel E soll über den See surren!» – so titelte «blick.ch» in einem Artikel vom Mittwoch. Dem Schweizer Boulevard-Blatt liegen offenbar drei Strecken-Entwürfe vor, die bei einer möglichen Austragung eines Formel-E-Rennens in St. Moritz zum Zuge kommen könnten. Eine davon führt über den St. Moritzersee:

Variante Dorf

  • Durch St. Moritz-Dorf, vorbei am Bahnhof und am Hotel Badrutt's Palace (Berg- und Talfahrt).

Variante Bad 

  • Durch St. Moritz-Bad, rund um die Leichtathletik-Anlage mit einer Passage vor der Signalbahn.

Variante See

  •  Kurs mit einer Passage auf dem St. Moritzersee (Schwimmbrücke).

Für den St. Moritzer Gemeindepräsidenten Christian Jott Jenny wäre gerade die Variante See eine Lösung, die zu St. Moritz passen würde. «Eine Überfahrt über den St. Moritzersee wäre weltweit einmalig! Und eine typische Pionier-Tat für St. Moritz. Johannes Badrutt hätte es genauso gemacht», lässt Jenny via «blick.ch» ausrichten.

St. Moritz will in die Bresche springen

Die Idee, in St. Moritz einen E-Prix auszutragen, war entstanden, nachdem für den Rennkalender 2020 die bisherigen Schweizer Austragungsorte Zürich und Bern nicht mehr zu begeistern waren – dies trotz hohen Zuschaueraufkommen von deutlich über 100'000 Personen. Zuletzt hatte der Zürcher Stadtrat ein Gesuch für ein Rennen 2020 rund um die ETH auf dem Hönggerberg abgelehnt.

Daraufhin haben die Gemeinde St. Moritz und die veranstaltende Swiss E-Prix Operations AG in einer gemeinsamen Mitteilung Pläne für ein Formel-E-Rennen ab 2020 in St. Moritz vorgestellt. Aktuell sind Gemeinde und Veranstalter dabei, die Durchführbarkeit des Vorhabens abzuklären. (krt)

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