×

Ein Hauch von Olympia in Gams

Golferinnen aus 29 verschiedenen Nationen nehmen ab Freitag am VP Bank Ladies Open in Gams teil. Die einzige Bündnerin, Caroline Rominger, will ihren geglückten Saisonstart bestätigen.

Roman
Michel
Freitag, 03. Mai 2019, 04:30 Uhr Golf
Bündnerin in Gams: Caroline Rominger ist in Form.
PRESSEBILD

Zum sechsten Mal findet von Freitag bis am Sonntag auf dem Platz des Golfklubs Gams-Werdenberg das VP Bank Ladies Open statt. 130 Spielerinnen aus 29 Nationen haben sich für das Turnier der LET Access Serie (LETAS), der Second-Level-Tour im europäischen Damensport, gemeldet. Gespielt wird um ein Gesamtpreisgeld von 45 000 Euro – 5000 Euro mehr als in den vergangenen Jahren. Neu ist auch der Modus: Beim VP Bank Ladies Open 2019 feiert der «Mätzler-Mix» Weltpremiere. Gespielt werden zwei Qualifikationsrunden im Strokeplay-Format, am Finaltag warten drei Matchplay-Runden über jeweils neun Löcher.

Spannung dank neuem Modus

Das Feld wird dieses Jahr von der Gewinnerin des bislang einzigen Saisonturniers 2019 auf der LET Access Series angeführt: Die Österreicherin Sarah Schober hatte Anfang April bei den Terre Blanche Ladies Open in Südfrankreich ihren ersten Sieg bei den Professionals gefeiert. Bereits zuvor gehörte die Steirerin zu den renommiertesten Spielerinnen der LET Access Series, hatte sie doch 2016 die Order of Merit gewinnen können – damals ohne Turniersieg, aber mit fünf zweiten Plätzen, dazu einem dritten Rang und drei weiteren Top-10-Klassierungen. Beim VP Bank Ladies Open hatte Schober die letzten beiden Jahre verletzungsbedingt gefehlt; 2016 war sie in Gams 16. geworden. Die Österreicherin freut sich auf das neue Format: «Das wird für Spielerinnen und Zuschauer spannend. Auch weil es im Matchplay für die Spielerinnen verlockend sein wird, mehr Risiko zu nehmen.»

Zwei Olympia-Teilnehmerinnen

Schober bekommt es in Gams allerdings mit starken Kontrahentinnen zu tun. Mit Elia Folch (Spanien), Rachael Goodall (England) und Manon De Roey (Belgien) stehen drei Spielerinnen im Teilnehmerfeld, die bereits ein LETAS-Turnier gewinnen konnten. Mit der in Genf lebenden Brasilianerin Victoria Lovelady und der Belgierin Chloe Leurquin finden sich zudem zwei Olympia-Teilnehmerinnen von 2016 in der Entry-List.

Mit Heimvorteil am Tee stehen die Schweizerinnen. Acht einheimische Proetten, die zum Teil schon einige Jahre auf der Tour spielen, sind gemeldet. Allen voran die Ragazerin Melanie Mätzler. Sie will heuer ihren Patzer von 2018 wettmachen und «mein Können in den Matchplays zeigen. Um am Schluss ganz vorne dabei zu sein, verlangt das Format aber auch schon eine gute Qualifikation; daher ist es mein Ziel von Anfang an ‘on point’ zu sein».

Mit Selbstvertrauen und Zuversicht kehrt Caroline Rominger zum VP Bank Ladies Open zurück; die Engadinerin darf nämlich auf einen geglückten Saisonstart bauen, sie hat als einzige Swiss-PGA-Proette Anfang April bei den Terre Blanche Open den Cut überstanden. «Nach meinem geschafften Cut in Frankreich (Terre Blanche) vor gut zwei Wochen, konnte ich nochmals ein paar Dinge mit meinen Trainern perfektionieren. Ich hoffe nun natürlich in Gams mein Bestes geben zu können», so Rominger.

Etwas frustrierend verlaufen ist der Saisonstart dagegen für Clara Pietri; die Romande hatte in Südfrankreich den Cut ebenso deutlich verpasst wie Eva Baraschi. In Gams solls besser werden, hoffen beide. Wie Mätzler und Rominger ebenfalls zum sechsten Mal in Gams am Start ist die Tessinerin Anaïs Maggetti. Komplettiert wird die Swiss-PGA-Equipe durch Eva-Maria Moehwald, Rachel Rossel und Neo-Proette Christina Gloor. Neben den acht Proetten wird die Schweiz auch zehn Amateurinnen ins Turnier schicken.

Kommentar schreiben

Kommentar senden