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«Für Trainer und Spieler eine anspruchsvolle Aufgabe»

Nach einem grossen Umbruch in der Mannschaft startet Volley Näfels am Samstag in die neue NLA-Saison. Vor dem ersten Spiel hat uns Teammanager Ruedi Gygli vier Fragen beantwortet.

Südostschweiz
Freitag, 12. Oktober 2018, 11:54 Uhr Volley-Näfels-Manager vor dem Saisonstart
«Es braucht Zeit, bis sich das Team findet»,sagt Teammanager Ruedi Gygli vor dem Saisonstart.
KÖBI HEFT

Neun neue Spieler haben Sie für die neue Saison verpflichtet. Haben sich diese in Näfels gut eingelebt?

Alle sind gut angekommen, haben sich gut eingelebt und es gefällt ihnen bei uns. Sie haben die Umgebung schon etwas ausgekundschaftet. So war die ganze Mannschaft zusammen auf dem Gipfel des Fronalpstocks. Ebenso waren viele schon im Klöntal. Alle haben den Empfang in der Volleyball-Familie in Näfels sehr gut aufgenommen, was mit ein Grund ist, dass es uns immer wieder gelingt, gute Spieler ins Glarnerland zu holen. Das heisst aber nicht, dass ich weniger zu tun hatte.

Da alle Spieler neu hier sind, musste ich ihnen alles erklären und zeigen. Dazu gehörten auch banale Sachen, wie beispielsweise das Abfallkonzept bei uns funktioniert. Es war fast wie in der RS, wenn der Feldweibel den Rekruten alles genau erklären muss.

Der Vertrag mit Kiriakos Sipriounis wurde in gegenseitigem Einvernehmen Ende September aufgelöst. Jetzt fehlt ein Spieler auf Annahme/Aussen. Was planen Sie?

Kiriakos ist ein junger, talentierter Spieler. Seine spielerischen Fähigkeiten sind gut. Doch er stellte sich das Leben als Profi ganz anders vor und bestätigte im Gespräch, dass sein Wechsel ins Ausland für ihn wohl zu früh kam und es für ihn hier nicht stimmte. Unser Plan ist noch in Diskussion, wir haben es nicht eilig, überstürzen nichts.

Diese Situation ist eine gute Chance für unsere eigenen Nachwuchsspieler, sich gut in Szene zu setzen und Spielpraxis zu sammeln. Dabei denke ich hauptsächlich an Nico Süess, der derzeit einer der besten Spieler unseres Teams ist. Aber klar, wir suchen einen Spieler, denn ein zwölfköpfiges Kader ist für das Training ein grosser Vorteil, doch bis es so weit ist, könnte es noch einige Wochen dauern

Näfels ist erfolgsverwöhnt. Fast immer waren der Final in Cup und Meisterschaft das Ziel. Wie sieht es dieses Jahr aus?

Unser Ziel ist, dass wir die erste Playoff-Runde überstehen und in den Halbfinal kommen. Damit wären wir unter den ersten vier und könnten auch nächstes Jahr wieder im Europacup spielen. Da wir aber eine völlig neue und dazu junge Mannschaft haben, ist dies für Trainer und Spieler eine anspruchsvolle Aufgabe. Es braucht Zeit, bis sich das Team findet.

Wie gross ist die Zuversicht, dass diese völlig neue Mannschaft zum Überraschungsteam werden könnte, wird doch erwartet, dass die Spitzenteams Amriswil und LUC ausser Reichweite sind?

Ich traue dem Trainer und den Spielern zu, dass sie zum Überraschungsteam werden könnten. Das Potenzial ist vorhanden. Gelingt es, diese Stärken abzurufen, kann ich mir gut vorstellen, dass wir ab Mitte Saison für die eine oder andere Überraschung sorgen könnten.

(kh)

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