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Das Material ist Schurters grösster Gegner

Vor der Heim-WM liessen Nino Schurter und auch Jolanda Neff keine Fragen über die Favoritenrolle im Cross-Country offen. Die Form stimmt, die Vorfreude ist gross. Der Samstag mit den Hauptrennen in der olympischen Kategorie soll ein goldener Tag werden.

Südostschweiz
Freitag, 07. September 2018, 14:00 Uhr Mountainbike-WM
Passen bei Nino Schurter am Samstag Tagesform und Materialglück zusammen, wird er nur schwer zu schlagen sein.
KEYSTONE

Die Vorzeichen sind glänzend. Mit Jolanda Neff als grosse Favoritin bei den Frauen, mit Rekordmann Nino Schurter, Mont-Sainte-Anne-Sieger Mathias Flückiger und Europameister Lars Forster bei den Männern, hält Swiss Cycling diverse Trümpfe in den Händen. Es müssten zwei ganz verrückte Rennen sein, sollte das Gastgeberland am Samstag in den Hauptrennen des Cross-Country leer ausgehen, zumal sich zu den Schweizer Leadern auch noch Routinier Florian Vogel und vier weitere starke Teamkollegen gesellen und Linda Indergand mehr draufhat, als die jüngsten Resultate vermuten lassen.

Sowohl Nino Schurter als auch Jolanda Neff, die beiden Nummern 1 im Cross-Country, steuern in bester Verfassung auf das Saisonhighlight in den Bündner Bergen zu. «Ich bin optimal vorbereitet und fühle mich sehr gut», liess Schurter zwei Tage vor dem Rennen verlauten. Mit dem Sieg beim Weltcup-Finale in La Bresse vor zwei Wochen und einer dominanten Kurzvorstellung im Team-Wettkampf vom Mittwoch unterstrich der sechsfache Weltmeister, dass die Bronchitis, die ihn vor einem Monat kurzzeitig geschwächt hatte, kein Faktor mehr ist.

Neff hatte dagegen bei der Ouvertüre am Mittwoch einige Probleme. Weil sie am Anfang zu sehr aufs Tempo drückte, litt sie in der Folge und büsste auf die schnellsten Frauen Zeit ein. Doch als Alarmzeichen müsse dies nicht gedeutet werden, beruhigte die 25-jährige Ostschweizerin: «Ich kenne die Strecke bis ins letzte Detail und bin bereit. Die letzten drei Rennen waren fantastisch.» 

So gut die Form der beiden Aushängeschilder ist, so unverrückbar bleiben die Unwägbarkeiten dieses Geschäfts. Die Gefahr eines Defekts ist immer da, und ein solcher - nicht selten unverschuldet - könnte den beiden am ehesten einen Strich durch die Rechnung machen. Beide hoffen, dass sie unversehrt bleiben - auch deshalb, weil sie in den letzten Wochen diesbezüglich vorgeholt haben.

Das Hoffen auf den Regen vor dem Rennen

Schurter wurde heuer primär wegen Materialschäden und einem vielleicht nicht mehr ganz funktionstüchtigen Klickpedal im Zielsprint von Stellenbosch einige Male geschlagen, Neff musste in La Bresse gleich zweimal die Werkstatt ansteuern, gewann aber trotzdem.

Damit sie ihre technischen Fähigkeiten ideal ausspielen können, hoffen beide auf etwas Regen - vor, aber nicht während dem Rennen. «Regen im Rennen würde alles etwas unberechenbarer machen», so Schurter, der sich faire Bedingungen wünscht. Die Gefahr eines Sturzes oder Defektes wäre bei einem Regenrennen in der Tat um ein Vielfaches grösser. (sda)

Dieses Bike soll am Samstag allen Belastungen standhalten

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Gepostet von Nino Schurter am Freitag, 7. September 2018

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