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Wind, Kälte und Regen als grosse Herausforderung

Wind, Kälte und Regen zwingen die Veranstalter, den Nationalpark Bike-Marathon drastisch anzupassen. Somit stehen nicht nur die Biker vor einer Herausforderung.

Patrick
Camenisch
Freitag, 24. August 2018, 10:47 Uhr Nationalpark Bike-Marathon

Am Wochenende findet im Engadin der 17. Nationalpark Bike-Marathon statt. Wegen den schlechten Wetterprognosen mussten die Veranstalter umdisponieren. Das Organisationskomitee hat an seiner Planungssitzung die negative und risikobehaftete Wetterprognose für den Bike-Marathon analysiert und einschneidende Massnahmen treffen müssen. 

Am Samstag starten deshalb alle Teilnehmer sämtlicher Strecken und Kategorien auf der 47-Kilometer-Strecke. Die Strecken Vallader (Scuol-Scuol, 137km), Jauer (Fuldera-Scuol, 103km) und Livignasco (Livigno-Scuol, 66km) wurden ersatzlos gestrichen, die Startorte Scuol, Fuldera und Livigno somit aufgehoben. Dies geht aus einer Medienmitteilung des Veranstalters hervor.

Mit Blick auf die Sicherheit sei dem OK laut Präsident Claudio Duschletta keine andere Wahl geblieben: «Wir sagen das Rennen damit nicht ab, aber wir müssen auf eine einschneidende Alternative ausweichen. Wir können verstehen, dass wir damit unzählige überaus motivierte Bikerinnen und Biker enttäuschen müssen», erklärt Duschletta und fügt an: «Ihre Gesundheit liegt uns allerdings mehr am Herzen, als alles andere». 

Erfahrungen aus dem Jahr 2011

Aus den Prognosen der Meteorologen für dieses Gebiet, geht die Warnung vor Niederschlägen, sehr niedrigen Temperaturen und konstantem Nordostwind hervor. Diese Faktoren haben vor sieben Jahren zum Rennabbruch auf sämtlichen Strecken mit anschliessender Evakuation aller Teilnehmer geführt.

«Wenn die Wetterprognosen stimmen – wovon wir ausgehen müssen – wäre die Sicherheit am Samstag auf alpinen Teilen der Strecke wie auch für die Voluntaris nicht gewährleistet. Der prognostizierte Nebel verunmöglicht zudem Rettungsflüge in alpinen Lagen – was wir jedoch jederzeit gewährleisten müssen. Nach den Erfahrungen von 2011 ist dies leider der einzige richtige Entschluss», so der OK-Präsident.

Die Teilnehmerzahlen seien wegen des Wettereinbruchs merklich zurückgegangen. Die Veranstalter rechnen mit rund 1000 Teilnehmer, wie Duschletta gegenüber Radio Südostschweiz sagt:

OK-Präsident Claudio Duschletta über die Ausgangslage vor dem Nationalpark Bike-Marathon.

So schön wie hier angekündigt, dürfte es am Samstag nicht werden:

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