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Jasmin Nunige überzeugt am Swissalpine

Bei der 33. Austragung des Swissalpines gab es eine neue Königsdisziplin, die auch über eine neue Strecke führte. Mit Jasmin Nunige lief auch eine Einheimische ganz vorne mit.

Südostschweiz
Samstag, 28. Juli 2018, 18:58 Uhr Starke Leistung
Jasmin Nunige
Die Bündner Ultra-Langstreckenläuferin Jasmin Nunige zeigte am Swissalpine eine starke Leistung.
YANIK BUERKLI

Der erste Sieger der neuen Königsdisziplin am Swissalpine heisst Tofol Castanyer.  Er gewann das Rennen mit einer Zeit von acht Stunden 20 Minuten und 43 Sekunden. Castanyer gewann bereits das Rennen im Vorjahr. 

Bei den Frauen kämpfte auch eine Bündnerin ganz vorne mit. Es war dies - nicht ganz überraschend - Jasmin Nunige, die sich mit einem Rückstand von knapp 27 Minuten auf die Siegerin Julia Bleasdale den zweiten Platz sicherte. Die Britin absolvierte das Rennen in etwas mehr als neun Stunden und 42 Minuten. 

Nunige hatte den K78 Swissalpine der Frauen zuvor in früheren Jahren schon sieben Mal gewonnen. Im letzten Jahr musste die Davoserin allerdings aufgrund von Problemen mit dem Fuss nach 35 Kilometer aufgeben. Umso glücklicher zeigte sie sich im Zielinterview, dass es dieses Jahr ins Ziel gereicht hat: «Ich bin happy. Es war ein hartes Rennen. Mir haben sicherlich ein paar Laufkilometer gefehlt.» Sie trauere deshalb keinesfalls dem Sieg nach.

Neue Strecke in diesem Jahr

In diesem Jahr gab es erstmals eine neue Königsdisziplin. Es war dies der K88, welcher den K78 ersetzt und bei dem fast 85 Kilometer und 4000 Höhenmeter zurückzulegen sind.   Während sich beim K78 Start und Ziel am selben Ort in Davos befanden, wurde der T88 in St. Moritz gestartet. Von dort führte er auf einer abenteuerlichen Strecke über St. Moritz Bad, Stazerwald, Pontresina, Chamanna Segantini, Muottas Muragl, Samedan, Val Bever, Fuorcla Crap Alv, Bergün, Darlux, Alp digl Chant, Keschhütte und den Sertigpass nach Davos.

Als Hauptgrund für diese Neuerung nannte der Swissalpine-Chef Andrea Tuffli vor dem Wettkampf den zunehmenden Trend hin zum Trail Running. «Der K78 widerspricht diesem Trend, weil er auf dem ersten Abschnitt zwischen Davos und Bergün grösstenteils über Strassen statt Trails führt. Die Trailszene hingegen gewinnt an Bedeutung; die Läufergemeinschaft findet Begeisterung für den anspruchsvollen Traillauf und die Suche nach Naturerlebnissen abseits asphaltierter Strassen.»

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