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Engadiner machten einen guten Eindruck

La Punt Chamues-ch und Zernez sind dem Tour de Suisse-Tross am Donnerstag und Freitag perfekte Gastgeber gewesen.

16.06.17 - 16:33 Uhr
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Impressionen vom Start. LESERVIDEO

Zernez, zwei Stunden vor dem Start der siebten Etappe der Tour de Suisse. Der Himmel ist bewölkt, immer wieder dringen ein paar Sonnenstrahlen durch die Wolkendecke. Im Sponsorenvillage sind die Kinder eifrig damit beschäftigt, an den verschiedenen Ständen Gratisgeschenke zu sammeln und an Wettbewerbe teilzunehmen. Ballone eines Fruchtgummi-Herstellers wehen im Wind hinter den aufgeregten Kleinen her. Das Areal füllt sich langsam mit Schaulustigen. Bald tragen auch die meisten Erwachsenen die grünen Schirmmützen einer Versicherungsgesellschaft. Derweil sorgen zwei Speaker für Stimmung auf dem Platz zwischen der Gemeindeschule und dem Nationalparkzentrum.

Ralph Böse sitzt auf einem Holzschlitten im Werbezelt der drei Tourismusdestinationen Arosa, Davos, Engadin St. Moritz und wirkt zufrieden. «Wir hatten eine ruhige Organisation, keine Pannen, keine Unfälle - im Vergleich zu den Vorjahren war es fast ein bisschen langweilig», sagt der Medienvertreter des OK Tour de Suisse La Punt. Einziger Wermutstropfen vom Vortag sei der Regen gewesen, der den ersten bis letzten Fahrer komplett durchnässt habe. Im Zielgelände La Punt waren rund 2500 Personen, die VIP-Zone war voll. Auch der Tour-Tross war sehr zufrieden, wie Böse erzählt. «Wir haben Komplimente für den Aufbau, für das Personal, die Effizienz und den Platz erhalten», erzählt er. Sehr dankbar sei das OK-Team über die Unterstützung des Bündner Zivilschutzes gewesen. «Nur mit den freiwilligen Helfern hätten wir das Ganze nicht stemmen können», meint Böse.

Mit den Stars auf Tuchfühlung

Mittag. Die Fahrereinschreibung beginnt. Nun kommen die Fans zum Zuge. Stars wie der aktuell beste Schweizer, Mathias Frank, oder die Teamkollegen Stefan Küng und Michael Schär tauchen auf, richten ein paar Worte an die Menge und stehen danach noch kurz für Selfies zur Verfügung. Auch Weltmeister Rui Costa erscheint unter grossem Applaus. Starallüren hat der Portugiese zur Freude der Fans keine. Für den Niederländer Bert-Jan Lindemann gibt es ein paar Minuten später ein Geburtstagsständchen. Die Stimmung ist gut - bei den Zuschauern und den Fahrern.

Es geht nur mit Zusammenarbeit

Ein paar Meter weiter sitzt Fabian Schorta, Präsident OK Tour de Suisse Zernez, auf Strohballen im Stammgästebereich, der lokalen Tourismusorganisation. Er gönnt sich eine kurze Pause. Auch Schorta ist mit dem Anlass mehr als zufrieden. «Das Wetter ist gut, es hat viele Leute und es herrscht eine tolle Stimmung», schwärmt er. Dank der Unterstützung des erfahrenen OK-Teams aus La Punt habe auch die Organisation in Zernez reibungslos funktioniert. «Es geht nur mit Zusammenarbeit», ist Schorta überzeugt. Sowohl er als auch Böse hoffen, dass es nicht die letzte Austragung der Tour de Suisse im Engadin war.

13 Uhr. Die Menge strömt zum Startgelände. Die Fahrer sind schon bereit. Kinder werden auf die Schultern gehoben, Handys werden gezückt. Der Countdown läuft. Die einheimische Langläuferin Giuliana Werro zieht die Pistole. Punkt 13.16 Uhr fällt der Schuss. 200 Männer im Trikot fahren im gemächlichen Tempo los. Ihnen steht ein harter Aufstieg bis nach Sölden (Österreich) bevor. Der Jubel aus Zernez gibt vielleicht ein bisschen Rückenwind.

Fadrina Hofmann ist als Redaktorin für die Region Südbünden verantwortlich. Sie berichtet über alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen, die in diesem dreisprachigen Gebiet relevant sind. Sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften, Journalismus und Rätoromanisch an der Universität Fribourg studiert und lebt in Scuol im Unterengadin. Mehr Infos

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