Spitzenduell in Basel und Krisenspiel in Winterthur
Zum Abschluss der 22. Runde kommt es am Donnerstag in der Super League zum Spitzenkampf zwischen Basel und Luzern sowie zum Krisenduell zwischen Winterthur und Zürich.
Zum Abschluss der 22. Runde kommt es am Donnerstag in der Super League zum Spitzenkampf zwischen Basel und Luzern sowie zum Krisenduell zwischen Winterthur und Zürich.
Basel ist das Super-League-Team, das sich im Vergleich zur Vorsaison am deutlichsten gesteigert hat. Zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr hatte die Mannschaft von Fabio Celestini zwölf Punkte weniger gesammelt und besass eine negative Tordifferenz. Jetzt weist sie statistisch sowohl den besten Sturm (47 Tore) als auch die stärkste Defensive (22 Gegentreffer) auf.
In den ersten zehn Heimspielen dieser Saison kamen im Schnitt 4000 Zuschauer mehr in den St. Jakob-Park als noch in der letzten Spielzeit. Auch dank der Rückkehr von Xherdan Shaqiri, der mit elf Torvorlagen der beste Assistgeber der Liga ist, begeistert der FCB wieder. Es sei eine Mannschaft, die Meister werden kann, urteilte die einstige Klubgrösse Marco Streller bei einer Veranstaltung in Basel am Montagabend.
Die Energie der jungen Luzerner
Einen ähnlichen Aufstieg wie der FCB machte auch der FC Luzern, der wie Basel die vergangene Saison in der Relegation Group hatte ausklingen lassen müssen. Die Innerschweizer haben haben sich unter Mario Frick, Ende der Neunzigerjahre ein Fanliebling in Basel, zum Titelkandidaten entwickelt. «Luzern hat eine junge Mannschaft mit viel Energie», lobte FCB-Coach Fabio Celestini, der 2021 den FCL zum Cupsieg geführt hatte. «Wenn du nicht mit der gleichen Energie spielst, hast du keine Chance.»
Der FC Basel ist vor dem Gegner gewarnt, auch weil er daheim seit April 2022 gegen den FC Luzern nicht mehr gewonnen hat. Das erste Saisonduell ging Ende September mit 1:0 an die Mannschaft von Mario Frick. Der einzige Torschütze war damals Luca Jaquez, der eben zu Stuttgart transferiert wurde. Auch Assistgeber Donat Rrudhani wird fehlen. Er ist ist genauso wie Dominik Schmid und Albian Ajeti beim FCB gesperrt.
Verärgerter FCZ-Sportchef
Während sich im St. Jakob-Park zwei der grossen Aufsteiger der letzten Monate gegenüberstehen, messen sich am Donnerstagabend zeitgleich in Winterthur die zwei formschwächsten Teams der Liga. In den letzten fünf Spielen holte der FCW nur zwei Punkte, der FC Zürich in der gleichen Zeitspanne lediglich einen Zähler mehr.
Vor allem das 0:3 in Yverdon war für die Winterthurer ein Tiefschlag. Trotz der Enttäuschung am Wochenende bleibt Uli Forte vor seinem vierten Spiel als Coach des Schlusslichts positiv: «Der Vorteil ist, dass wir sofort reagieren können und nicht viel Zeit haben, um gross zu überlegen.»
In Zürich ist die Punktzahl dank einem guten Saisonstart höher, aber die Stimmung düsterer. Am Mittwochmittag stellte sich neben Trainer Ricardo Moniz auch Sportchef Milos Malenovic den Medienvertretern. Malenovic beklagte sich über die negative Berichterstattung, die er als «Stimmungsmache gewisser Verlage» bezeichnete.
Die jüngsten Transfers von ehemaligen Leistungsträgern begründete Malenovic mit der ungenügenden Einstellung gewisser Spieler, die mit ihrer Situation beim FCZ unzufrieden waren. «Wir haben sehr viele Punkte auf dem Konto. Das gibt uns einen gewissen Puffer, um die Saison noch erfolgreicher zu gestalten und vor allem in die Zukunft zu schauen - und mit den Spielern zu arbeiten, die bei uns sein wollen.»