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Rekord für den Zürcher, Sieg für Italien

Der perfekte Auftakt gehört Albanien mit dem schnellsten Tor der EM-Geschichte nach 23 Sekunden, der Rest Italien. In der Gruppe B gewinnt der Titelverteidiger glanzlos 2:1.

Agentur
sda
15.06.24 - 23:04 Uhr
Fussball
Viel Kampf, aber nach der Startviertelstunde nichts mehr Zählbares: Italien setzte sich nach einem Fehlstart ohne zu glänzen gegen den Aussenseiter Albanien durch
Viel Kampf, aber nach der Startviertelstunde nichts mehr Zählbares: Italien setzte sich nach einem Fehlstart ohne zu glänzen gegen den Aussenseiter Albanien durch
KEYSTONE/AP/Alessandra Tarantino

Die Abwehr sei das Prunkstück des Aussenseiters aus Albanien, hatte die einhellige Expertenmeinung gelautet. Da hätte der frühe Rückstand die Italiener gehörig aus dem Konzept bringen können. Die Spieler von Luciano Spalletti benötigten dann aber nur eine Viertelstunde, um das Malheur zu korrigieren.

Innenverteidiger Alessandro Bastoni nach einer einstudierten Cornervariante (11.) und Inter Mailands Star Nicolo Barella mit einem energischen Schuss von der Strafraumgrenze (16.) waren für die Azzurri erfolgreich. Sie sorgten damit dafür, dass der Titelverteidiger nicht schon nach dem ersten Spiel in dieser Hammergruppe mit Spanien und Kroatien in Rücklage geriet.

Vor allem aber blieb so Nedim Bajramis Rekordtor nach nur 23 Sekunden bloss eine Randnotiz. Nie zuvor hatte es an einer EM-Endrunde ein schnelleres Tor gegeben. Der 25-jährige Zürcher von Serie-A-Absteiger Sassuolo, der bis Stufe U21 für die Schweiz gespielt hatte, reagierte nach einem Missverständnis in der italienischen Hintermannschaft am schnellsten. Obwohl von einem Grossteil der Zuschauer in Dortmund frenetisch angefeuert, blieben die Albaner offensiv ansonsten erschreckend harmlos. In der zweiten Hälfte begnügte sich Italien dann mit dem Minimum an Aufwand.

Bajrami war einer von vier ehemaligen Super-League-Profis - neben fünf aktuellen aus der Serie A - in Albaniens Startformation. Zu den Siegern gehörte aber nur der italienische Innenverteidiger Riccardo Calafiori, der seit seinem Wechsel vom FC Basel zu Bologna eine verblüffende Entwicklung gemacht hat und in seinem erst dritten Länderspiel lange souverän auftrat, kurz vor Schluss aber beinahe noch den Ausgleich verschuldet.

Telegramm:

Italien - Albanien 2:1 (2:1)

Dortmund. - 60'512 Zuschauer. - SR Zwayer (GER). - Tore: 1. (0:23) Bajrami 0:1. 11. Bastoni 1:1. 16. Barella 2:1.

Italien: Donnarumma; Di Lorenzo, Bastoni, Calafiori, Dimarco (83. Darmian); Jorginho, Barella (92. Folorunsho); Frattesi, Pellegrini (77. Cristante), Chiesa (77. Cambiaso); Scamacca (83. Retegui).

Albanien: Strakosha; Hysaj, Djimsiti, Ajeti, Mitaj; Asllani, Ramadani, Bajrami (87. Muci); Asani (68. Hoxha), Seferi (68. Laci); Broja (76. Manaj).

Bemerkungen: Beide Teams komplett. Verwarnungen: 22. Pellegrini. 50. Calafiori. 51. Broja. 75. Hoxha.

Resultate und Rangliste:

Resultate: Spanien - Kroatien 3:0 (3:0). Italien - Albanien 2:1 (2:1).

Rangliste: 1. Spanien 3. 2. Italien 3. 3. Albanien 0. 4. Kroatien 0.

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