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Zürich erleidet Punktverlust und tankt Moral

Zürich erleidet Punktverlust und tankt Moral

Der FC Zürich gibt in dieser Saison erstmals Punkte ab. In der 5. Runde gegen den FC St. Gallen kommt der FCZ in einem verrückten Spiel nicht über ein 3:3 hinaus.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Fussball
Ein Remis für die Moral: Der FCZ gibt in St. Gallen erstmals in der Saison Punkte ab, zeigt aber viel Kampfgeist
Ein Remis für die Moral: Der FCZ gibt in St. Gallen erstmals in der Saison Punkte ab, zeigt aber viel Kampfgeist
KEYSTONE/CHRISTIAN MERZ

Der FC Zürich lieferte in St. Gallen ein nächstes Müsterchen seiner neu entdeckten Moral ab. Die Zürcher, die in den letzten Jahren nicht selten an Rückständen zerbrochen sind, fanden in der Ostschweiz immer wieder zurück ins Spiel, egal was der FCSG ihnen in den Weg stellte. Drei Mal legte die Mannschaft von Peter Zeidler vor, ein erstes Mal nach 20 Minuten durch Jérémy Guillemenot, der nach toller Ballstafette traf.

Drei Minuten hielt die Führung, ehe der FCZ durch den auffälligen Neuzuzug Akaki Gogia erstmals reagierte. Fünf Minuten vor der Pause schickte sich Michael Kempter für die St. Galler an, seinen ehemaligen Arbeitgeber, den er im Unfrieden verlassen musste, mit einem Traumtor zu schocken. Es dauerte diesmal bis zur Stundenmarke, ehe die Gäste nicht minder sehenswert durch einen Freistoss von Antonio Marchesano wieder auszugleichen. Ein letztes Mal sprang der zuvor eingewechselte Wilfried Gnonto eine Viertelstunde vor Schluss für den FCZ mit dem 3:3 in die Bresche, nachdem zehn Minuten zuvor Ousmane Diakité das Heimteam ein drittes Mal auf Kurs gebracht hatte.

Die beiden Teams betrieben im Kybunpark in einem offensiven Schlagabtausch und vor würdigem Rahmen mit über 15'000 Zuschauern Werbung für die Schweizer Liga. Neben den teils höchst ansehnlichen Toren verfügten sowohl Ostschweizer als auch die Gäste aus Zürich über zahlreiche weitere Torszenen, die ungenutzt blieben. Dass nicht wenige davon erst durch unaufmerksames Abwehrverhalten zustanden gekommen waren, durfte dem gemeinen Fussballfan egal sein. Die beiden deutschen Trainer wird der Nachmittag dagegen viel Nerven gekostet haben.

Telegramm:

St. Gallen - Zürich 3:3 (2:1)

15'045 Zuschauer. - SR Cibelli. - Tore: 20. Guillemenot (Lüchinger) 1:0. 23. Gogia (Doumbia) 1:1. 39. Kempter 2:1. 59. Marchesano 2:2. 67. Diakité (Ruiz) 3:2. 76. Gnonto (Aliti) 3:3.

St. Gallen: St. Gallen: Ati-Zigi; Lüchinger (87. Stillhart), Stergiou, Fazliji, Kempter; Diakité; Görtler, Youan; Ruiz (87. Babic); Schubert (70. Duah), Guillemenot (63. Besio).

Zürich: Brecher; Omeragic, Mirlind Kryeziu, Aliti; Rohner (60. Gnonto), Doumbia, Krasniqi (60. Leitner), Guerrero; Marchesano (92. Hornschuh); Gogia (90. Wallner), Ceesay.

Bemerkungen: St. Gallen ohne Kräuchi (verletzt). Zürich ohne Boranijasevic, Dzemaili, Khelifi, Koide, Kramer und Tosin (alle verletzt). Verwarnungen: 18. Görtler (Foul). 29. Kryeziu (Foul/im nächsten Spiel gesperrt). 32. Youan (Foul). 38. Gogia (Foul). 62. Guerrero (Foul). 79. Leitner (Foul). 91. Fazliji (Foul).

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