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Ein Hauch von Euphorie in Leverkusen

Ein Hauch von Euphorie in Leverkusen

Der Schweizer Trainer Gerardo Seoane ist schnell in der Bundesliga angekommen. Das Offensivspektakel von Bayer Leverkusen beim 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach weckt Erwartungen.

Agentur
sda
22.08.21 - 14:07 Uhr
Fussball
Gerardo Seoane ist der Start als Trainer in der Bundesliga geglückt
Gerardo Seoane ist der Start als Trainer in der Bundesliga geglückt
KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Die Art und Weise wie Bayer Leverkusen am Samstag im ersten Heimspiel Seoanes auftrat, war vielversprechend. «Es ist ein Prozess, aber dieses Spiel ist sicher eine Messlatte», sagte der 42-jährige Luzerner nach seinem ersten Bundesligasieg. «Ein guter Start hilft. Das gibt Rückenwind.»

Es schien, als hätten Seoanes Spieler darauf gewartet, am Samstagabend wieder vor den eigenen Fans losgelassen zu werden. Mit einem atemberaubenden Tempo und zwei spektakulären Toren war die Richtung schnell vorgeben. Vor allem der schnelle Moussa Diaby sorgte für Aufsehen und Gefahr gegen die teilweise überforderte Gladbacher Abwehr, die sich die Bälle teils selbst ins Netz legten.

Erst beim Eigentor von Torhüter Yann Sommer in der 3. Minute, dann beim 0:3 durch Diaby, als Ramy Bensebaini den Ball abfälschte (55.). «Das war ein gebrauchter Tag für uns», sagte Sommer. Zu allem Unglück verletzten sich auch noch Stefan Lainer und Marcus Thuram.

«Die Schuldigen sind die Fans», erklärte Seoane die spektakuläre Startphase mit der 2:0-Führung nach acht Minuten. «Man hat gespürt wie die Mannschaft sich auf die Fans freut. Es war ein tolles Erlebnis schon bei der Fahrt ins Stadion. Dies war eine zusätzliche Motivation.» Leverkusens Torhüter Lukas Hradecky, der kurz vor der Pause einen Penalty von Lars Stindl parierte, war überwältigt von den Emotionen: «Da ist man noch mal verliebt in seinen Beruf. Dafür ist man Fussballer geworden.»

Seoane hat in der kurzen Zeit seines Schaffens in Leverkusen mit seiner Spielidee und personellen Verstärkungen entscheidende Veränderungen vorgenommen. Captain Hradecky glaubt, dass der Schweizer genau der Richtige ist für Bayer. «Es ist viel Zug im Training, er spricht mit den Spielern. Das verspricht viel für die nächsten Wochen», sagte der finnische Internationale.

Geschäftsführer Rudi Völler hofft in seiner letzten Saison auch auf bessere internationale Auftritte. «In der Europa League wollen wir in diesem Jahr auch unsere Spuren hinterlassen, nicht so wie letztes Jahr», sagte der 61-Jährige. Damals schied Bayer in den Sechzehntelfinals gegen die damals von Seoane gecoachten Young Boys aus.

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