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Finnland geht im Schlussspurt die Kraft und das Glück aus

Finnland geht im Schlussspurt die Kraft und das Glück aus

Finnland verpasst im abschliessenden Spiel in der Gruppe B den grossen Coup gegen Belgien. Die Weltnummer 1 bezwingt den finnischen Aussenseiter nach hartem Kampf letztlich souverän 2:0.

Agentur
sda
vor 1 Monat in
Fussball
Finnlands Geln Kamara (rechts) bewegte sich lange Zeit auf Augenhöhe mit dem Favoriten aus Belgien und Topstar Romelu Lukaku
Finnlands Geln Kamara (rechts) bewegte sich lange Zeit auf Augenhöhe mit dem Favoriten aus Belgien und Topstar Romelu Lukaku
KEYSTONE/AP/Dmitri Lovetsky

Eine Viertelstunde vor Schluss war das hart erarbeitete finnische Glück doch noch aufgebraucht. Thomas Vermaelen köpfte einen Corner von Kevin De Bruyne an den Pfosten, von wo der Ball Keeper Lukas Hradecky an die Hand und ins eigene Tor sprang. Während einer Stunde hatte sich der grosse Aussenseiter gegen die Weltnummer 1 erfolgreich verteidigt, in den Schlussminuten zollten er dem hohen Aufwand Tribut. Und so erhöhte Romelu Lukaku zehn Minuten vor dem Ende auf 2:0.

Ein erstes Mal schien den Finnen das Glück des Tüchtigen schon nach einer guten Stunde ausgegangen zu sein. Ein pfeilgenaues Zuspiel von Topstar De Bruyne auf Topstürmer Lukaku setzte die finnische Abwehr matt. Erst die Intervention des VAR, der ein Millimeter-Abseits erkannt haben wollte, konnte den finnischen Fans in St. Petersburg zwischenzeitlich die Hoffnung zurückgegeben.

Nun muss sich der EM-Neuling damit abfinden, in der Gruppe B immerhin den grossen Nachbarn Russland hinter sich gelassen zu haben. Für die Achtelfinal-Teilnahme wird es trotz des 3. Ranges kaum reichen. Mit lediglich drei Punkten und einem Torverhältnis von 1:3 ist Markku Kanervas Team der aktuell schwächste Gruppendritte, der sein Pensum bereits beendet hat.

Die Finnen hatten den EM-Zuschauern den von ihnen bereits bekannten Fussballtypus geboten: tiefstehend und auf das goldene Ticket wartend. Zum Auftakt gegen Dänemark war die Taktik schliesslich aufgegangen - im Schatten des Kollapses von Christian Eriksen siegte Finnland 1:0. Und auch gegen die Weltnummer 1 ging das Konzept erstaunlich lange auf. Die Belgier brauchten eine Standardsituation, um auch in ihrem dritten Gruppenspiel auf die Siegesstrasse zu kommen.

Telegramm:

Finnland - Belgien 0:2 (0:0)

St. Petersburg. - 22'000 Zuschauer. - SR Brych (GER). - Tore: 74. Hradecky (Eigentor) 0:1. 81. Lukaku (De Bruyne) 0:2.

Finnland: Hradecky; Toivio, Arajuuri, O'Shaughnessy; Raitala, Sparv (59. Schüller), Uronen (70. Alho); Kamara, Lod (92. Forss); Pukki (92. Jensen), Pohjanpalo (70. Kauko).

Belgien: Courtois; Boyata, Denayer, Vermaelen; Trossard (76. Meunier), De Bruyne (91. Vanaken), Witsel, Chadli; Doku (76. Batshuayi), Lukaku (84. Benteke), Eden Hazard.

Bemerkungen: Belgien ohne Thorgan Hazard und Castagne (beide verletzt).

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