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Sion trotz Niederlage weiter erstklassig

Sion verbleibt in der Super League. Die Walliser verteidigen im Barrage-Rückspiel gegen Thun den Vorsprung aus dem Hinspiel mit viel Mühe und schaffen trotz einer 2:3-Niederlage den Klassenerhalt.

Agentur
sda
30.05.21 - 19:12 Uhr
Fussball
Die Walliser Spieler können jubeln. Sion verlor zwar das Barrage-Rückspiel gegen Thun, sicherte sich den Platz in der Super League aber dank dem Polster aus dem Hinspiel
Die Walliser Spieler können jubeln. Sion verlor zwar das Barrage-Rückspiel gegen Thun, sicherte sich den Platz in der Super League aber dank dem Polster aus dem Hinspiel
KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Ende gut, (fast) alles gut! Der FC Sion spielt auch in der nächsten Saison in der höchsten Schweizer Spielklasse. Der Neunte der Super League hatte im heimischen Tourbillon aber mehr zu leiden, als ihm lieb war. Der Auftritt der Walliser im letzten Spiel passte zur verkorksten Saison, in der die Sittener einmal mehr weit hinter ihren Ansprüchen zurückblieben und mehrmals dem Abgrund nahe standen.

Wer gedacht hatte, dass das Duell nach dem 4:1 am Donnerstag für den Favoriten aus dem Wallis bereits entschieden ist, hatte sich getäuscht. Der Aussenseiter aus der Challenge League spielte keck auf und forderte dem Favoriten noch einmal alles ab. Das Heimteam wankte, fiel aber nicht. Über die 180 Minuten waren die Walliser aber nicht zwei Tore besser, wie es das Gesamtskore von 6:4 vermuten lässt.

Die Gäste verdienten sich den Teilerfolg dank eines erfrischenden Auftritts. Dreimal gingen sie in Führung - das erste Mal bereits in der 3. Minute - und sie steckten bis zum Schluss nie auf. Letztlich wog das Handicap vom 1:4 im Hinspiel am Donnerstag aber zu schwer. Die Effizienz in der Offensive machte den Unterschied.

Wie im ersten Vergleich hatten die Thuner auch in Sitten fulminant losgelegt - im Gegensatz zum Donnerstag nutzten sie diesmal aber ihre erste Torchance. Omer Dzonlagic verwertete eine abgelenkte Flanke von Josué Schmidt mit dem Oberschenkel. Der Treffer erhöhte die Nervosität bei den Wallisern sichtlich und bestärkte bei den unterklassigen Gästen den Glauben, die Wende doch noch schaffen zu können.

Es war der Auftakt in einen spektakulären Nachmittag, an dem Thun das bessere Team war. Letztlich hatten es die Walliser Lubomir Tupta zu verdanken, dass sie nicht noch ernsthaft in Gefahr gerieten, den Vorsprung aus dem Hinspiel zu verspielen. Der Slowake beruhigte vor der Pause mit zwei schönen Einzelaktionen das Walliser Nervenkostüm. Nach einer halben Stunde verwertete er aus 30 Metern einen Freistoss mit einem herrlichen Schlenzer direkt, in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf er im Stile eines Goalgetters.

Das 2:2 zur Pause war ein schlechter Lohn für die Thuner, die erneut auf diverse Stammspieler verzichten mussten. Kurz vor dem 1:1 hatte Saleh Chihadeh die grosse Chance zum 2:0 vergeben, als er einen Abpraller von Kevin Fickentscher alleine vor dem Tor nicht wunschgemäss traf.

Die junge Mannschaft von Carlos Bernegger, der in der Defensive wieder auf eine Viererkette setzte, liess sich aber nicht entmutigen. Nach der neuerlichen Führung durch Nikki Havenaar (55.) kehrte noch einmal die Hoffnung zurück, mehr als etliche Standardsituation erspielten sich die Thuner in der Schlussphase aber nicht mehr. Klare Torchancen zu einem vierten Treffer waren Fehlanzeige, so dass Sion den Vorsprung zwar nicht souverän, aber relativ problemlos über die Zeit rettete.

Sion - Thun 2:3 (2:2)

100 Zuschauer. - SR San. - Tore: 3. Dzonlagic (Schmidt) 0:1. 30. Tupta (Freistoss) 1:1. 38. Schmidt (Rüdlin) 1:2. 45. Tupta (Ndoye) 2:2. 55. Havenaar 2:3.

Sion: Fickentscher; Cavaré, Ndoye, Abdellaoui, Costa; Tosetti, Araz (65. Grgic), Serey Die, Tupta (82. Theler); Hoarau (82. Uldrikis), Gaëtan Karlen (60. Zock).

Thun: Hirzel; Wetz, Havenaar, Sutter, Schwizer; Roth (67. Ahmed), Rüdlin; Schmidt (67. Kyeremateng), Dos Santos (74. Breitenmoser), Dzonlagic (58 Salanovic); Chihadeh.

Bemerkungen: Sion ohne Bamert, Doldur, Clemenza, Iapichino, Kabashi, Khasa, Lacroix, Martic, Wesley (alle verletzt), Thun ohne Castroman, Fatkic, Hasler, Hefti, Kablan und Grégory Karlen (alle verletzt). 92. Platzverweis Costa (Foul). Verwarnungen: 30. Rüdlin (Foul). 47. Roth (Foul). 66 Zock (Foul). 75. Cavaré (Foul). 88. Grgic (Foul). 91. Sutter (Foul).

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