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Schwieriger finanzieller Spagat für den SFV an der EM

Schwieriger finanzieller Spagat für den SFV an der EM

Die Pandemie kostet den europäischen Fussball einen Milliardenbetrag. Betroffen ist auch die UEFA - mit Konsequenzen für den SFV. Er verdient an der EM deutlich weniger Geld - rund 30 Prozent.

Agentur
sda
vor 4 Monaten in
Fussball

Die Mission «EM 2021» nahm beim SFV am Freitag Fahrt auf. Fünf Tage vor Beginn des Trainingscamps in Bad Ragaz wurden Nationalcoach Vladimir Petkovic, Nationalteamdirektor Pierluigi Tami, Präsident Dominique Blanc und Generalsekretär Robert Breiter im Bundeshaus von Bundesrat Guy Parmelin empfangen. Die SFV-Delegation brachte Parmelin ein Trikot der Nationalmannschaft mit und erhielt im Gegenzug eine Schweizer Fahne überreicht.

Ob die rote Flagge mit dem weissen Kreuz in den Schweizer Team-Hotels in den Spielorten Baku und Rom gehisst wird, ist nicht bekannt. Sicher ist, dass die EM-Endrunde für den Schweizer Verband kostspielig wird. Teurer auf jeden Fall, als die letzten Turniere in Frankreich und Russland. «Kein Team muss in der Vorrunde so weit reisen wie wir», sagte Tami.

Die Schweiz startet in Baku gegen Wales (12. Juni), spielt dann in Rom gegen Italien (16. Juni) und schliesst die Vorrunde wiederum in Baku gegen die Türkei ab (20. Juni). In beiden Städten muss der SFV die Hotels für seine 54 Leute umfassende Delegation (26 Spieler, 28 Staff-Mitglieder) für mehrere Tage durchbuchen. «Wir haben keine eigentliche Team-Basis, dafür eine doppelte Organisation in zwei Städten. Das ist nicht optimal», so Tami.

Aus finanzieller Sicht kommt für den SFV erschwerend hinzu, dass die Einnahmen von Seiten der UEFA geringer sind als vor Corona budgetiert. Die Prämien für die Qualifikation bleiben unangetastet, doch während des Turniers schüttet die UEFA gemäss Tami rund 30 Prozent weniger aus als geplant. «Die Pandemie hat die UEFA schwer getroffen. Das hat Konsequenzen für alle, auch für die Spieler und ihre Prämien», erklärte Tami.

Der Tessiner rechnete vor, dass die Prämien gemäss der neuen Regelung zwischen den Spielern und dem SFV 25 bis 50 Prozent tiefer ist, als wenn die EM ohne Corona im letzten Jahr hätte stattfinden können. Die Schweizer Internationalen erhalten keine Punkteprämien, sondern erhalten nur Prämien, wenn sie ihre Ziele auch erreichen. Geld gibt es also erst, wenn die SFV-Auswahl die Qualifikation für die Achtelfinals schafft.

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