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Kann Sion sofort reagieren?

Kann Sion sofort reagieren?

Der FC Sion ist zwei Tage nach der Entlassung von Trainer Fabio Grosso unter Zugzwang. Ohne Punkt gegen Lausanne wird der neue Coach der Walliser den Klub als Schlusslicht der Super League übernehmen.

Agentur
sda
vor 4 Monaten in
Fussball
Sion-Präsident Christian Constantin will sich am Montag auf die Suche nach einem neuen Trainer machen
Sion-Präsident Christian Constantin will sich am Montag auf die Suche nach einem neuen Trainer machen
KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Im Romand-Derby um 16.00 Uhr in Lausanne brauchen die Walliser mindestens einen Punkt, um auf Kosten von Aufsteiger Vaduz wieder vom Tabellenende wegzukommen. Die Bilanz der Walliser deutet derzeit kaum auf einen Befreiungsschlag hin. Nur einen Sieg verbuchte Sion in den letzten neun Pflichtspielen.

Constantin hatte Grosso für eigene Verhältnisse ungewöhnlich lange die Treue gehalten. Wieso er mit dem italienischen Weltmeister von 2006 so viel Geduld hatte, lässt sich nur zu einem gewissen Teil mit der speziellen Situation um das Coronavirus erklären. Ein weiterer Grund dürfte Nostalgie sein.

Constantin hatte in Grosso bei dessen Amtsantritt im letzten Sommer einen Trainer vom Format eines Marcello Lippi erkannt. Doch gab der italienische Gentlemen beim FC Sion bis zuletzt Rätsel auf. Weder taktisch noch personell schien er seine Mannschaft gefunden zu haben. In 25 Pflichtspielen erreichte Sion unter ihm nur gerade fünf Siege, einer davon im Cup gegen den Viertligisten Schötz.

Wie die Walliser in ihrem Communiqué zur Trainerentlassung von Grosso bekannt gaben, werden sie am Montag mit der Suche nach einem neuen Coach beginnen. Bleibt Sion im Waadtland ohne Punkt, wird Grossos Nachfolger den Klub als Schlusslicht der Super League übernehmen müssen.

Übersicht über die Spiele vom Sonntag:

Lausanne-Sport - Sion (0:1, 0:0). - Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Fähndrich. - Absenzen: Falk, Geissmann, E. Monteiro, Nanizayamo, Schmidt, Thomas, Turkes, Zekhnini, Zohouri (verletzt); Ruiz (gesperrt), Araz, Clemenza, Doldur, Hoarau, Kabashi, Lacroix, Zock (verletzt). - Fraglich: -; Iapichino. - Statistik: Wäre Sion-Präsident Christian Constantin ein Mann der Statistik, er hätte Fabio Grosso am Freitagnachmittag nicht freigestellt. Zwar sammelte der Weltmeister als Trainer von Sion in 25 Spielen nur fünf Siege, in den prestigeträchtigen Romand-Derbys war er jedoch erfolgreich. Gegen Servette und gegen Lausanne-Sport, Sions Gegner vom Sonntag, blieb Grosso ohne Niederlage.

Luzern - St. Gallen (1:2, 2:2). - Sonntag, 16.00 Uhr. - SR Horisberger. - Absenzen: Alabi, Binous, Ndenge, Schulz, Schwegler; Fazliji (gesperrt), Abaz, Kräuchi (verletzt). - Fraglich: Burch, Grether; -. - Statistik: Das Duell der verkehrten Vorzeichen. Der Tabellen-Achte Luzern ist gegen den drittklassierten FC St. Gallen im Vorteil. Die Zentralschweizer zeigen sich seit Jahresbeginn in ansteigender Form, verloren von zuletzt neun Spielen nur deren zwei, während St. Gallen aus ebenso vielen Partien nur zwei gewinnen konnte.

Rangliste:

1. Young Boys 24/53 (42:19). 2. Servette 24/34 (28:30). 3. Basel 24/33 (34:35). 4. St. Gallen 23/31 (27:26). 5. Lausanne-Sport 23/30 (30:28). 6. Lugano 23/30 (26:26). 7. Zürich 23/29 (34:33). 8. Luzern 23/28 (39:36). 9. Vaduz 24/23 (22:38). 10. Sion 23/22 (25:36).

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