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Gross und Schalke hoffen auf das Derby

Gross und Schalke hoffen auf das Derby

Schalke 04 steht vor dem Abstieg, Borussia Dortmund bangt um die Champions-League-Plätze. Das Ruhrpott-Derby soll für beide Teams als Initialzündung herhalten.

Agentur
sda
vor 4 Tagen in
Fussball
Christian Gross weiss wie man Derbys gewinnt. Nur: Kann er dies auch Schalke 04 vermitteln?
Christian Gross weiss wie man Derbys gewinnt. Nur: Kann er dies auch Schalke 04 vermitteln?
KEYSTONE/EPA/LARS BARON / POOL

Neun Punkte hat Schalke 04 in bisher 21 Meisterschaftsspielen geholt, ebenso viele fehlen dem Tabellenletzten auf den rettenden Barrage-Platz. Der Zürcher Christian Gross, der die Mannschaft seit Ende Dezember führt, darf sich in den verbleibenden 13 Partien keine Fehltritte mehr erlauben. Mehr noch muss das Team aus Gelsenkirchen eine Serie starten, die in der aktuellen Situation kaum mehr jemand für möglich hält - Gross selbstredend ausgeschlossen.

Erschwerend kommt hinzu, dass der auf Schalke angedachte Heilsbringer Klaas-Jan Huntelaar vorerst nicht an einem Fussball-Wunder partizipieren kann, er befindet sich in einem individuellen Aufbauprogramm. Auch wenn sich die Mannschaft zuletzt gegen Union Berlin leicht verbessert gezeigt hat, es wirkt, als springe der Funke des ewigen Optimisten Gross nicht auf die Spieler auf dem Platz über. Selbst die Reaktivierung des suspendierten Charakterkopfes Nabil Bentaleb brachte die benötigte Initialzündung für Königsblau noch nicht.

So ist es nicht die schlechteste Sache für Gross und Schalke, dass der Gegner am Wochenende Borussia Dortmund heisst. Der BVB befindet sich in der Meisterschaft derzeit selber in einer schwierigen Situation und ist Schalkes Erzrivale. Der Antrieb dürfte beim Tabellenletzten demnach auch ohne das Zutun von Gross oder das Mittun von Huntelaar grösstmöglich sein. «Ich habe in der Schweiz, Ägypten oder Saudi-Arabien wunderbar intensive Spiele erlebt», sagt Gross im Hinblick auf das Revierderby in Gelsenkirchen und verweist auf seine für gewöhnlich guten Erfahrungen in diesen emotionalisierten Partien. «Mir gefallen solche Spiele. Und meistens ging ich als Sieger vom Platz.»

Auch für den BVB, der unter der Woche in der Champions League mit 3:2 bei Sevilla gewonnen hat, soll ein Derbysieg eine Initialzündung im Kampf um die Champions-League-Plätze sein. Sechs Punkte muss der BVB auf die Konkurrenz gutmachen, will er sein Saisonziel erreichen. Schalke könnte den Dortmundern in diesem Bestreben einen weiteren Schlag verpassen. Vielleicht findet Schalke sein Heil als Spielverderber.

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