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Die Young Boys gastieren beim FC Zürich

Die Young Boys gastieren beim FC Zürich

In der 18. Runde der Super League empfängt der drittklassierte FC Zürich den Leader YB zum Spitzenspiel. Spitzenspiel? Die Differenz zwischen den beiden Klubs beträgt bereits 13 Verlustpunkte.

Agentur
sda
vor 2 Monaten in
Fussball
YB-Trainer Gerardo Seoane ist mit seinem Team der Konkurrenz bereits wieder entrückt
YB-Trainer Gerardo Seoane ist mit seinem Team der Konkurrenz bereits wieder entrückt
KEYSTONE/MARCEL BIERI

Verlängern die Young Boys ihre Erfolgsserie in den Duellen gegen den FC Zürich am Mittwoch auf acht Siege, lägen sie bei gleich vielen Spielen wie der FC Basel (trifft am Donnerstag auswärts auf Lausanne-Sport) elf Punkte vor dem ersten Verfolger - und dies nach nicht einmal der Hälfte der Saison.

Derart grosse Vorteile für den Leader sind in den letzten Jahren in der Super League eher die Regel als die Ausnahme. Seit der Saison 2016/17 hatte in drei von fünf Fällen der Leader nach 17 Spielen einen zweistelligen Punktevorsprung auf den Zweiten. 2018/19 lagen die Young Boys 19 Punkte vor dem FC Basel, zwei Jahre zuvor hatte der Vorsprung der Basler auf YB zwölf Zähler betragen.

Doch die Gegner des eintönigen Saisonverlaufs an der Spitze sehen zwei kleine Hoffnungsschimmer: Sie liegen etwa in der Unberechenbarkeit des FC Zürich begründet. Nicht selten hat der Stadtklub die Prognostiker in letzter Zeit überrascht - im Guten wie im Schlechten. Zuletzt mit dem Auswärtssieg in St. Gallen nach frühem 0:2-Rückstand - und drei Tage nach der Heimniederlage gegen Vaduz.

Oder auch in den Leistungen der Berner: So souverän wie die Tabelle suggeriert, waren die Auftritte der Young Boys in dieser Saison im Einzelnen selten. Nur drei Mal gewann der Meister mit mehr als einem Tor Differenz. Zuletzt musste er sich bei Aufsteiger Vaduz mit einem torlosen Remis und im Heimspiel gegen Sion mit einem knappen 2:1 begnügen. «Wir haben noch Verbesserungspotenzial in der Effizienz», sagte Trainer Gerardo Seoane.

Fabio Grosso in Bedrängnis?

Im Wallis treffen mit Sion und St. Gallen zwei Teams aufeinander, die mehr schlecht als recht ins neue Jahr gestartet sind. Zuletzt setzte es für beide zwei Niederlagen ab. Dies bringt vor allem den Sittener Trainer Fabio Grosso in Bedrängnis.

Vor dem Wiederbeginn Mitte Januar hatte Präsident Christian Constantin den Italiener unter Druck gesetzt. Wegen Corona und den vielen Langzeit-Verletzten habe die Arbeit von Grosso im Herbst nicht richtig beurteilt werden können. Doch nun sei die Schonfrist vorbei, so Constantin vor drei Wochen.

«Jetzt müssen Siege her!» Dieser Forderung konnte Grosso mit seinem Team bisher zu wenig nachkommen. In vier Spielen seit der Winterpause gab es nur einen Sieg. Nach Verlustpunkten liegt der FC Sion wieder auf dem Barrage-Platz.

Im dritten Spiel vom Mittwoch trifft Lugano auf Aufsteiger Vaduz.

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