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Die Super League sucht ihre Konstanz

Die Super League sucht ihre Konstanz

Die 17. Runde der Super League kann in viele Richtungen wegweisend sein. Im Vorfeld eine Tendenz abzulesen, ist schwierig, weil fast kein Team konstante Leistungen zeigt.

Agentur
sda
vor 2 Monaten in
Fussball
Licht oder Schatten wechseln sich bei Massimo Rizzo und dem FCZ ab: Welches Gesicht zeigen die Zürcher in St. Gallen?
Licht oder Schatten wechseln sich bei Massimo Rizzo und dem FCZ ab: Welches Gesicht zeigen die Zürcher in St. Gallen?
KEYSTONE/Ti-Press/PABLO GIANINAZZI

Dem Spielplan der Super League fehlt es an Konstanz. Nicht ganz jedes fünfte Spiel musste in der Schweiz bislang wegen Corona verschoben werden, während die umliegenden Länder praktisch ohne Terminkorrekturen auskommen. Die häufigen Spielverschiebungen machen es der Swiss Football League (SFL) schwer, die Meisterschaft zu planen, und den Teams, sich auf das stets ändernde Programm einzustellen. Aus diesem bunten Mix an Spielabsagen- und Neuansetzungen resultierte in den letzten Wochen eine Vielzahl kurioser Resultatmeldungen.

So errang etwa der FC Zürich am letzten Samstag in Basel einen herausragenden 4:1-Sieg in Basel, nur um sich vier Tage später im Letzigrund gegen das Tabellenschlusslicht Vaduz mit 0:1 zu blamieren. FCZ-Coach Massimo Rizzo erklärte den mut- und lustlosen Auftritt vom Mittwoch damit, dass sein Team den Spielrhythmus nicht gefunden habe. Derweil sich der FCB nach der herben Niederlage im Klassiker gegen die Zürcher mit einem 3:2-Sieg in Sitten rehabilitierte und zumindest vorübergehend wieder auf den 2. Platz vorstiess.

Selbst der lange Zeit unbeeindruckt gebliebene Meister und Cupsieger YB geriet zuletzt leicht aus dem Tritt, in Vaduz resultierte lediglich ein 0:0. Die Teams der Super League haben sich offenbar vom Spielplan inspirieren lassen, auch ihnen fehlte es zuletzt an Konstanz. Dabei steht gerade in der 17. Runde einiges auf dem Spiel. Der FC Basel duelliert sich am Sonntag im St.-Jakob-Park mit Lugano um den 2. Platz. Dahinter geht es für St. Gallen und Zürich im Direktduell um den Anschluss oder den Vorstoss auf eine Europacup-Position.

«Locker bleiben. Das gilt momentan für alle», sagt St. Gallens Coach Peter Zeidler vor dem wegweisenden Heimspiel. Es ist das vorzügliche Motto einer Runde, deren Ausgang praktisch nicht vorausgesagt werden kann. Die besten Karten besitzt von Anpfiff einmal mehr Leader und Titelverteidiger YB. Auch ohne Goalgetter Jean-Pierre Nsame, der nach seiner Roten Karte in Vaduz gesperrt ist, sind die Berner im Wankdorf gegen den FC Sion der grosse Favorit. Daran ändern auch die beiden sieglosen Heimspiele im Dezember gegen Lugano (2:2) und Servette (1:2) nichts.

Die grössten Fragezeichen stehen derweil hinter dem Léman-Derby zwischen Servette und Lausanne-Sport. Immerhin wird die Partie trotz positiver Corona-Tests in den Reihen der Lausanner voraussichtlich stattfinden können. Welcher der Rivalen und aktuellen Tabellennachbarn allerdings besser im Schuss ist, kann im Vorfeld kaum beantwortet werden. Die Genfer haben seit Dezember kein Pflichtspiel mehr absolviert, die Waadtländer standen von Mittwoch bis Freitag vorsorglich unter Quarantäne. Es hilft nur eines: Locker bleiben.

Übersicht des Spiels vom Samstag:

St. Gallen - Zürich (erstes Duell der Saison: 2:1). - Samstag, 20.30 Uhr. - SR Fähndrich. - Absenzen: Traorè (gesperrt), Alves, Muheim (verletzt); Kramer (gesperrt); Britto, Kololli, Reichmuth, Seiler, Sobiech (verletzt). - Fraglich: -; Dzemaili, Omeragic, Schönbächler. - Statistik: Im Verfolgerduell geht es für St. Gallen wie auch den FC Zürich darum, nach einer Niederlage umgehend wieder den Tritt zu finden, und damit im Rennen um die Europacup-Plätze in günstiger Ausgangslage zu bleiben. Trotz zweier Niederlagen aus den letzten drei Spielen hinterliessen die Ostschweizer einen weitaus weniger wankelmütigen Eindruck als die Zürcher, die auf das 4:1 in Basel ein 0:1 im Letzigrund gegen Schlusslicht Vaduz folgen liessen.

Rangliste: 1. Young Boys 15/32 (22:10). 2. Basel 16/26 (24:22). 3. Lugano 15/23 (15:13). 4. St. Gallen 15/23 (14:12). 5. Zürich 16/22 (23:18). 6. Servette 14/19 (13:14). 7. Lausanne-Sport 15/19 (18:18). 8. Sion 16/16 (17:23). 9. Luzern 14/13 (20:23). 10. Vaduz 16/11 (12:25).

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