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Bayern will sich trotz verändertem Transfermarkt verstärken

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge erwartet durch die Corona-Pandemie ein Umdenken bei Spielerwechseln.

Agentur
sda
Dienstag, 23. Juni 2020, 10:32 Uhr Fussball
Erwartet ein Umdenken bei Spielertransfers: Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge
Erwartet ein Umdenken bei Spielertransfers: Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge
KEYSTONE/DPA/MATTHIAS BALK

«Der Transfermarkt wird sich verändern. Es ist nicht viel Liquidität vorhanden, es fehlt also an Nachfrage. Nicht aber am Angebot an wechselwilligen Spielern. Das wird die Preise neu justieren», sagte der Vorstandschef des deutschen Meisters dem «Handelsblatt».

«Auch die Gehälter werden kaum zu steigern sein, das gilt selbst für Topspieler. Viele europäische Klubs haben angekündigt, ihre Payroll herunterzufahren. Auch wir werden vorsichtiger damit umgehen», kündigte Rummenigge an.

Das Team von Trainer Hansi Flick bezeichnete Rummenigge als «eine Supermannschaft». Trotzdem werde es Transfers geben, kündigte der Bayern-Chef an. «Wir möchten unser Kader etwas breiter aufstellen. Es wird in der nächsten Saison viele englische Wochen mit vielen Spielen geben, da müssen wir mehr einsatzbereite Spieler im Kader haben.» Rummenigge nannte in dem Interview allerdings keine Namen, sprach auch Leroy Sane von Manchester City nicht an.

Astronomische Ablösesummen bis hin zu 100 Millionen Euro für prominente Nationalspieler seien für ihn aber nicht realisierbar. «Ich kann mir nicht vorstellen, dass in dieser Saison in Deutschland oder auch sogar Europa so viel Geld für einen Spieler gezahlt wird», sagte Rummenigge.

Er forderte angesichts der durch die Corona-Pandemie geringeren Einnahmen ein Umdenken. Die Einführung einer oft diskutierten Gehaltsobergrenze erwartet er aber nicht. «Die juristischen Voraussetzungen, also das Wettbewerbsrecht, lassen das wahrscheinlich nicht zu. Nein, wir brauchen mehr Rationalität - und müssen das 'Financial Fairplay' in Europa stringenter mit klaren Kennziffern weiterentwickeln. Es ging ursprünglich immer darum, nicht mehr Geld auszugeben als eingenommen wird», sagte Rummenigge.

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