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Klubs wollen Saison fortsetzen, aber keine Super-League-Aufstockung

Die Super League wird am 19. Juni fortgesetzt, aber nicht aufgestockt. Dies beschliessen die Vertreter der 20 Klubs der Swiss Football League an der ausserordentlichen Generalversammlung in Bern.

Agentur
sda
Freitag, 29. Mai 2020, 16:52 Uhr Fussball
Der Präsident des FC Thun, Markus Lüthi (Mitte) kommt mit Michele Campana, Generaldirektor des FC Lugano (links) und mit Roger Müller, dem Medien- und Marketingchef der Swiss Football League, beim Stade de Suisse an, wo sie an der ausserordentlichen…
Der Präsident des FC Thun, Markus Lüthi (Mitte) kommt mit Michele Campana, Generaldirektor des FC Lugano (links) und mit Roger Müller, dem Medien- und Marketingchef der Swiss Football League, beim Stade de Suisse an, wo sie an der ausserordentlichen…
KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Mit 17 Stimmen dafür, zwei Enthaltungen und einer Gegenstimme fiel das Ergebnis für den Wiederanpfiff am 19. Juni deutlich aus. Der Neustart in drei Wochen erfolgt mit Geisterspielen. Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Zuschauern bleiben vom Bundesrat bis Ende August untersagt.

Die bisher letzten Spiele in der Super League, in welcher noch 13 Runden ausstehen, waren am 23. Februar über die Bühne gegangen. Damals endete das Spitzenspiel zwischen Leader St. Gallen und den punktgleichen Young Boys nach einer dramatischen Schlussphase 3:3.

Meisterschaftsende Anfang August

Der Fahrplan für die Klubs, die ein eingeschränktes Training mit wenigen Ausnahmen (Sion, Xamax) bereits aufgenommen und ab dem 6. Juni die Möglichkeit für Testspiele haben, präsentiert sich nun sehr sportlich. Ab dem 19. Juni und bis zum letzten Spiel voraussichtlich Anfang August gibt es kaum mehr Verschnaufpausen, zumal auch noch drei Cuprunden im Kalender stehen, sowie im August die Fortsetzung der Europacup-Wettbewerbe mit dem FC Basel in der K.o.-Phase der Europa League.

Die Zustimmung für eine Weiterführung der Meisterschaft geht einher mit einem Übergangsreglement, das unter anderem den Punkt mit den Ende Juni auslaufenden Spielerverträgen klärt. Ähnlich wie in der Deutschland müssen die Klubs ausserdem strenge Auflagen befolgen. Wie in der Bundesliga sind bis Saisonende fünf Auswechslungen (bei drei Wechselgelegenheiten) erlaubt. Diese Möglichkeit zur Belastungsreduzierung genehmigte die FIFA unlängst generell für den weiteren Spielbetrieb.

Klare Mehrheit gegen Aufstockung

Die Super League wird nicht von zehn auf zwölf Mannschaften aufgestockt. Die Vertreter der 20 Klubs der Swiss Football League sprachen sich an der ausserordentlichen Generalversammlung in Bern mit 14:5 Stimmen (bei einer Enthaltung) gegen den Antrag von Lausanne-Sport aus.

Damit bleibt es bei je zehn Teams in den beiden höchsten Schweizer Fussball-Ligen. Bereits am 23. April hatten sich die Klubs gegen eine Modusänderung und eine damit verbundene Aufstockung der Super League ausgesprochen.

Schweizer Cup wird im August fortgesetzt

Nach dem Beschluss der Swiss Football League, die unterbrochenen Meisterschaften am 19. Juni fortzusetzen, segnete der Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands auch die Weiterführung des Schweizer Cups ab.

Wie der SFV mitteilte, sollen die drei verbleibenden Cuprunden direkt nach Abschluss der Meisterschaften am 2. August ausgetragen werden. Die Viertelfinals finden voraussichtlich am 5./6. August statt, die Halbfinals am 8./9. August und der Final am Mittwoch, 12. August.

Wegen allfälliger Europacup-Daten sind die Termine noch nicht abschliessend fixiert. Die Viertelfinal-Paarungen im Cup lauten Winterthur - Bavois (Promotion League), Luzern - Young Boys, Rapperswil-Jona (Promotion League) - Sion und Lausanne-Sport - Basel.

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