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Chur 97 darf weiter vom Aufstieg träumen

Die Amateur Liga und die 13 Regionalverbände haben vergangene Woche beim Schweizerischen Fussballverband den sofortigen Abbruch der Saison beantragt. Nun zeichnet sich aber eine Kehrtwende ab.

Südostschweiz
Donnerstag, 23. April 2020, 14:07 Uhr Entscheid über Saisonabbruch vertagt
An der Churer Ringstrasse sehnt man sich nach 1.-Liga-Fussball. Nach dem SFV-Entscheid vom Donnerstag lebt die Hoffnung weiter.
OLIVIA ITEM

Vergangenen Samstag haben die Amateur Liga sowie die 13 Regionalverbände – sprich alle Schweizer Ligen ab 2. Liga interregional und tiefer – beim Zentralvorstand des Schweizerischen Fussballverbands (SFV) die sofortige Beendigung der laufenden Saison beantragt. Alle ihre Meisterschafts- und Cupwettbewerbe, bei Männern, Frauen, Senioren/Seniorinnen und Junioren/Juniorinnen, hätten abgebrochen und annulliert werden sollen.

Die Verbände stellten dieses Gesuch ohne die Einwilligung der Vereine – was vielerorts für Unmut sorgte. Unter anderen Chur 97, Tabellenführer der 2. Liga interregional, wäre einer der Verlierer einer nicht gewerteten Saison. Das grosse Ziel, der Aufstieg in die 1. Liga, wäre ohne sportliches Scheitern verpasst worden. «Das finde ich nicht vernünftig. Diesen Antrag an den Zentralverband ist nicht im Sinne des Breitenfussballs», monierte Chur-97-Präsident Josef Müller gegenüber «blick.ch».

Entscheid vertagt

Die Unmutsäusserungen von Müller und anderen Klubvertretern haben beim SFV offensichtlich Gehör gefunden. Denn der am Donnerstag vom SFV-Zentralvorstand kommunizierte Entscheid, nährt die Aufstiegshoffnungen des Stadtklubs wieder. An einer Telefonkonferenz sei beschlossen worden, den Entscheid zur laufenden Saison im Schweizer Fussball zu vertagen, schreibt der Ostschweizer Fussballverband auf seiner Webseite.

Grund dafür sei die gestrige Ankündigung der Vorsteherin des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), Viola Amherd, am nächsten Mittwoch den 29. April Details zur Exitstrategie Sport bekannt zu geben.

Der Zentralvorstand wolle daher «den Entscheid des Bundesrats abwarten und erst dann, basierend auf dem Zeitplan und den Vorgaben der Regierung und der Behörden, den Beschluss über die Weiterführung oder den vorzeitigen Abbruch des Spielbetriebs im Schweizer Fussball fassen.»

In Chur darf mindestens bis dann weiter von 1.-Liga-Fussball an der Ringstrasse geträumt werden. (krt)

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