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Basel erreicht souverän die Achtelfinals

Im Sechzehntelfinal-Rückspiel der Europa League verwaltet der FC Basel sein 3:0-Polster gegen APOEL Nikosia ohne Probleme. Der FCB belohnt die 14'428 Zuschauer beim 1:0 mit dem ersten Heimsieg 2020.

Agentur
sda
Donnerstag, 27. Februar 2020, 22:28 Uhr Fussball

Unmittelbar vor Anpfiff im St. Jakob-Park hatten die FCB-Fans in der Muttenzerkurve den über ihren Köpfen platzierten Schriftzug der Europa League abmontiert. Zum Fanal für die folgende Partie wurde ihre Aktion nicht. Nie geriet der FCB im Rückspiel in Gefahr, dass die Europacup-Saison überraschend doch noch vor den Achtelfinals zu Ende gehen könnte. Am Ende wurde es für die Basler gar mehr als nur das souveräne Weiterkommen: Der FCB feierte seinen ersten Heimsieg im Jahr 2020.

Ein von Fabian Frei verwandelter Foulpenalty (38.) bedeutete das an den Spielanteilen gemessen letztlich zu knappe Verdikt zugunsten der Basler. Der Gast aus Zypern konnte derweil dem Eindruck, dass er nach dem 0:3 aus dem Hinspiel mit dem Kapitel Europa League 2020 abgeschlossen hatte, kaum einmal entgegenwirken. Zu offenkundig lag der Fokus des Teams von Marinos Ouzounidis auf dem am Montag in Nikosia stattfindenden Derby gegen Omonia.

Der FCB trug durch ein meist starkes Defensivverhalten seinen Teil dazu bei, dass der Achtelfinal-Einzug auch vor Freis Treffer in der 38. Minute nie wirklich zur Debatte stand, obwohl er in der Startphase eine noch frühere Entscheidung durch ein weiteres Tor verpasste. An Chancen mangelte es dem Team von Marcel Koller diesbezüglich nämlich nicht. Allen voran Nikoasias Goalie Boy Waterman, der anstelle des Stammtorhüters Vid Belec zum Einsatz kam, schien nicht abgeneigt, dem Heimteam Starthilfe zu leisten.

Nach sechs Minuten brachte sich der 36-jährige Niederländer gegen Kemal Ademi in die Bredrouille, weil er eine Rückgabe nicht kontrollieren konnte, in der 12. Minute landete ein Abschlag Watermans erneut in den Füssen des FCB-Angreifers. Beide Aktionen blieben allerdings ohne Konsequenzen. Der FCB brauchte eine dritte Offerte der Gäste rund zehn Minuten vor der Pause, um seinen Aufwand mit einem Eintrag auf dem Matchblatt zu belohnen. APOEL-Verteidiger Nicholas Ioannou touchierte Basels Captain Valentin Stocker im eigenen Strafraum, worauf dieser zu Fall kam. Für den tschechischen Schiedsrichter Pavel Kralovec genug, um nach Konsultation der Videobilder auf Penalty zu entscheiden.

Kollers Lage hatte sich vor der Partie nicht sorgenlos dargestellt, musste er neben den ohnehin fehlenden Teamleadern Luca Zuffi und Ricky van Wolfswinkel im Rückspiel auch auf den angeschlagenen Goalie Jonas Omlin, den erkälteten Silvan Widmer wie auch den gesperrten Omar Alderete verzichten. Während Omlins Ersatz Djorde Nikolic bereits Europacup-Erfahrung mit dem FCB gesammelt hat, setzte Koller in der Verteidigung mit Elis Isufi auf einen Spieler aus dem Nachwuchs. Erst einen Cup-Einsatz - im September gegen das unterklassige Meyrin - wies der 19-Jährige vor seinem Europacup-Debüt für den FCB aus. Lehrgeld bezahlte Isufi rund eine Viertelstunde vor Schluss, als Ioannou im Duell mit dem Youngster einen Penalty für die Gäste herausholte, den Tomas de Vincenti zur Leistung passend allerdings am Tor vorbeischoss.

Telegramm

Basel - APOEL Nikosia 1:0 (1:0)

14'428 Zuschauer. - SR Kralovec (CZE). - Tor: 38. Frei (Foulpenalty) 1:0.

Basel: Nikolic; Isufi, Cömert, Bergström, Riveros; Xhaka, Frei (70. Ramires); Stocker, Campo, Petretta (46. Zhegrova); Ademi (32. Cabral).

APOEL Nikosia: Waterman; Vouros, Savic, Merkis, Ioannou; Jensen, Mihajlovic; Jakolis (46. De Vincenti), Matic, Aloneftis (62. Efrem); Al-Taamari (70. Pavlovic).

Bemerkungen: Basel ohne Alderete (gesperrt), Omlin, Bua, Zuffi, Van Wolfswinkel, Van der Werff und Kuzmanovic (alle verletzt). APOEL Nikosia ohne Souza und Sigurdarson (beide verletzt). Europacup-Debüt von Isufi. 32. Ademi verletzt ausgeschieden. 74. De Vincenti verschiesst Foulpenalty. Verwarnungen: 22. Matic (Foul). 55. Xhaka (Foul). 55. Jensen (Foul). 63. Efrem (Foul), 76. Vouros (Foul), 81. Isufi (Foul), 86. De Vincenti (Foul).

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