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Wer wird Bundesliga-Herbstmeister: Gladbach oder Leipzig?

Ein Mittwoch in der Bundesliga mit Emotionen und viel Spannung: Bayern feiert einen glückhaften Sieg, Mönchengladbach schliesst wieder zu Leipzig auf und kann noch Herbstmeister werden.

Agentur
sda
Donnerstag, 19. Dezember 2019, 10:19 Uhr Fussball
Gladbachs Breel Embolo (links) im Zweikampf mit Leipzigs Konrad Laimer
Gladbachs Breel Embolo (links) im Zweikampf mit Leipzigs Konrad Laimer
KEYSTONE/EPA/SASCHA STEINBACH

Der Kampf um die Herbstmeisterschaft wird am Wochenende zum zeitversetzten Fernduell zwischen RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach. Die Mannschaft des gebürtigen Leipzigers Marco Rose wahrte am Mittwochabend durch den 2:0-Sieg gegen den Tabellenletzten Paderborn die Chance, erstmals seit 43 Jahren nach der ersten Saisonhälfte auf Platz eins in der Bundesligatabelle zu stehen.

Zuerst muss am Samstag Spitzenreiter Leipzig vor heimischem Publikum gegen Augsburg (15.30 Uhr) ran, drei Stunden später wird die Partie der Gladbacher bei der wieder erstarkten Hertha Berlin angepfiffen. «Es wäre eine schöne Nebensache, die würden wir gerne annehmen», sagte Gladbachs Captain und Torschütze Lars Stindl zur möglichen Herbstmeisterschaft.

Beide Teams haben 34 Punkte geholt, Leipzig hat aber die um elf Tore bessere Bilanz. «Wir haben gesagt, die Herbstmeisterschaft geht nur über einen Sieg hier», betonte Trainer Rose nach dem siebten Heimsieg in Serie und kündigte an, dass seine Mannschaft in Berlin gegen eine Mannschaft, die unter Trainer Jürgen Klinsmann im Aufwind ist, alles «raushauen» wolle.

Formstarke Augsburger

Hertha stimmte sich mit einem 1:0-Sieg bei Bayer Leverkusen auf das letzte Heimspiel des Jahres im Olympiastadion ein. Unter dem ehemaligen Nationalcoach Klinsmann holten die Berliner sieben Punkten aus den vergangenen drei Spielen. Die Rolle des Herbstmeisterschafts-Mitentscheiders dürfte ihnen gefallen. Allerdings reist auch Augsburg mit einem Sieg - 3:0 bereits am Dienstag daheim gegen Fortuna Düsseldorf - gestärkt nach Leipzig. Die Equipe des Walliser Trainers Martin Schmidt hat fünf ihrer letzten sechs Spiele gewonnen.

Auf Ausrutscher beider Teams hofft der FC Bayern, der seinen Beitrag beim 3:1-Erfolg gegen den SC Freiburg leistete. Zwei Tore in der Nachspielzeit sorgten für den Sieg im Breisgau. «Wir haben das Glück gezwungen», meinte Trainer Hansi Flick, ehe sich der Tross gut gelaunt per Bus zu nächtlichen Fahrt zurück nach München verabschiedete. Die Münchner verbesserten sich mit 30 Punkten auf Rang drei.

Frankfurt im Tief

Vorbei an Borussia Dortmund (4./30 Punkte) nach dessen spektakulärem 3:3 gegen die Leipziger am Dienstag und vorbei am FC Schalke (5./29), dessen 1:1 am Mittwoch beim VfL Wolfsburg vom Tod eines Schalke-Fans überschattet wurde. Er war auf dem Weg zum Stadion gestorben.

Sportlich war es für Eintracht Frankfurt ein wenig erbaulicher Tag. Die Frankfurter verloren nach einer 2:0-Führung noch 2:4 gegen den 1. FC Köln. Auf einen Sieg warten die Hessen nun schon seit sechs Partien, während Aufsteiger Köln sich über Platz 15 freuen durfte.

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